Inspektor Clouseau kehrt zurück! Doch dieses mal sieht er vollkommen anders aus, als sonst. "Inspector Clouseau" der hier und da als dritter Teil der Panther-Reihe gehandelt wird, ist nämlich in Wirklichkeit nicht mehr als ein Spin/Off. In der Haut des Inspektoren steckt dieses mal nicht Peter Sellers sondern Alan Arkin. Und Regie führte dieses mal Bud Yorkin anstatt Blake Edwards. Und auch das restliche Team wurde größtenteils ersetzt. Das solche Begebenheiten eigentlich nur Gift für eingestandene Film-Reihen sind, dürfte hinlänglich bekannt sein. Und so ist auch dieser Streifen hier, bei weitem nicht so lustig und genial, wie die sonstigen Clouseau-Filme, wenn auch nicht ganz so schlecht, wie man erwarten könnte.
Rein Storymäßig kann der Streifen nämlich locker mit den Sellers-Filmen mithalten. Wieder gibt es einen recht clever ausgedachten Verbrecherzug, dieses mal werden auf spektakuläre Art und Weise mehrere Banken ausgeraubt, und wieder muss der trottelige Polizist aus Frankreich ran. Die Handlung bleibt durchgehend recht spannend und kann mit einigen netten Ideen aufwarten. Zweifelsohne hätte diese Geschichte mit Sellers und Co. blendend funktioniert.
Doch leider ist dem nicht so. Denn die Gags, auf die es bei der Panther-Reihe nun einmal am meisten ankommt, wollen hier einfach nicht sonderlich zünden. Hauptgrund dafür ist Alan Arkin, der als Clouseau einfach in keinster Weise überzeugen kann. Nicht das er unbedingt schlecht wäre, nein er versucht es sogar merklich, seinen Vorgänger (und Nachfolger) nachzueifern, doch es klappt einfach nicht. An vielerlei Stellen ist er einfach zu Grob und agiert überhaupt nicht so, wie man es vom Inspektor eigentlich gewohnt ist. Zudem sind auch viele Gags selber einfach nicht sonderlich komisch. Es gibt viele unlustige Kloppereien und einige gar ganz schwachen Blindgänger, die man sonst von der P.P.-Reihe eigentlich nicht gewohnt ist. Zwar gibt es auch einiges zum Schmunzeln, z. Bsp. ist Clouseaus Verfolgungsjagd eines Leichenwagens, auf einem uralten Motorrad, wirklich schräg geworden, doch für wahre Brüller reicht es eben einfach nicht.
Dazu kommt dann noch ein schlechtes und völlig abgehackt wirkendes Ende, was einen nicht unbedingt mit einem befriedigendem Gefühl aus dem gerade gesehenen entlässt. Hier hätte man sich ruhig noch einiges einfallen lassen können!
Fazit: Relativ unlustiges Clouseau-Filmchen, dass zwar durchaus über eine passende und spannende Story verfügt, aber mit einem vollkommen anderem Team als sonst, in keinster Weise zu Höchstformen auflaufen kann. Auch wenn sich Arkin wirklich alle Mühe gibt, so kann er einen Peter Sellers einfach nicht ersetzen. Der Komplettheit wegen kann man zwar trotzdem mal reinschauen, doch wirkliche Brüller alla Sellers sollte man nicht erwarten.
Gott sei Dank blieb dieser Fehltritt aber einmalig und Peter Sellers kehrt in "Die Rückkehr des rosaroten Panthers" wieder zurück auf die Leinwand!
Wertung: 5/10 Punkte