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Andreas Dresens Vorgänger "Gundermann" ebenfalls mit Alexander Scheer war ein tief bewegendes Meisterwerk. Da lagen die Erwartungen natürlich hoch und wurden bitter enttäuscht. Kein schlechter Film, aber viel zu lang, zu emotionslos und einfach auch nicht so packend wie die Baggerfahrer-Biographie. Scheer spielt wieder Weltklasse, was alle an Meltem Kaptan finden, bleibt mir schleierhaft. Ihre Darstellung der Rabiye fand ich eher peinlich als bewegend.
Die Geschichte an sich ist jedoch höchst interessant. Wie eine deutsch-türkische Hausfrau sich bis in die US-Justiz vorkämpft, um ihren unschuldigen Sohn zu retten ist schon filmreif.