Bei diesem Streifen schließen sich schon gleich zwei Fäden zusammen, die eigentlich kein gutes Ziel mit sich bringen können. Zum einen handelt es sich hierbei um ein Remake, und zum anderen ist es eine TV-Produktion.
Diese beiden Arten von Film sind dem Zuschauer kein Wohl und deuten auf einen schlechten Streifen hin. Und somit kann ich es auch gleich vorweg sagen: Es ist ein Schundfilm, der nicht einmal so richtig in die Trashecke eingeordnet werden kann.
Die Story ist einfach und bekannt. Diesmal greifen keine Schwärme von Vögeln ("Die Vögel") an, Spinnen sind es auch nicht ("Arachnophobia") und auch Bienen ("Mörderbienen greifen an") verschonen hier eine Kleinstadt.
In diesem Falle ist es ein Ameisenheer, das auf den ersten Eindruck einen recht gefährlichen Eindruck macht. Der gesamte Film lebt von seinen nervtötenden Längen, die zum Toilettengang während des Films einladen und dort sollte man auch bleiben. "Marabunta" hat gegenüber dem Original keine neuen Ideen zu bieten und dramaturgische Kniffe werden nicht einmal beachtet und von Klischees förmlich überrollt.
Die Darsteller haben ihr eigenes Profil, und ersetzen dies leider nicht durch einen Charakter. Sie wirken platt und lustlos, als hätten sie gerade erfahren, ihr Gehaltsscheck für diesen Streifen falle aus. Dementsprechend verhauen selbst die Nebendarsteller ihr Können (?) und beweisen uns, dass auch Trantüten der obersten Klasse ohne jegliches Können in die Schauspielerei kommen können. Also kann der, ohnehin schon von diesem Streifen geplagte, Zuschauer auch hier keine Überzeugung finden. Somit läuft "Marabunta" seinen öden Faden immer weiter.
Die Effekte belaufen sich, was ich eigentlich auch nicht anders erwartet hätte, auf TV-Niveau. Im Prinzip auch noch unterdurchschnittlich. Die Ameisen-scharen sehen unglaubwürdig aus und überzeugen nur sehr selten.
Vor Genuss dieses Streifens sollte man also eine Prise Fantasie mit sich bringen, um die Effekte zumindest als halbwegs akzeptabel deuten zu können. Blut und Splatter sind hier überhaupt nicht enthalten. Dabei hätte schon allein die Rahmenhandlung genügend Platz für ein paar solide Gore-Effekte geboten.
Fazit: Hätte sicherlich wesentlich mehr werden können. Gänsehautgarantie (und die ist im Normalfall bei solchen Filmen ein Pflichtpunkt) konnte ich zudem auch nicht feststellen ! (2/10)