Review

Letztens habe ich in die Fernsehzeitung geschaut und an einem trüben Abend voller Filmankündigungen, von denen ich jede halbwegs interessante wohl schon ungefähr sieben mal gesehen hatte oder die besseren eben schon längst auf Video verwegigt hatte, entschied ich mich für "Congo"; "Congo", ein Abenteuer-Horrorfilm, den ich das erste und einzige mal vor Jahren im Kino gesehen hatte. Irgendwie verband ich nicht die allergrößten Erinnerungen damit, dennoch wurde es ein überraschend akzeptabler Fernsehabend.

Warum?

"Congo" entstammt der Feder des "Jurrasic Park" - Erfinders und "Westworld" - Regisseurs Michael Chrichton. Setzt man diesen Maßstab an, enttäuscht der vollendete Film. Dennoch, die nicht sonderlich innovative oder gar begeisternde Story um eine aus einer Wissenschaftlerin, einem Schatzsucher, einem Söldner, einem sprechenden Gorilla und ein paar zusammengewürfelten Freaks bestehende Expedition in die Tiefen des afrikanischen Urwalds kann hin und wieder doch faszinieren. Und das mehr auf der Ebene des Spannungsaufbaus, des langsam etablierten Mythos und der netten ironischen Einfälle und Sprüche zwischendurch, sei es den Bürgerkrieg, den "Blutegelbefall" oder die Theorien über das "Allein-in-dunkle-Höhlen-Gehen" betreffend.
Klar, das dämlichste an Film ist das ( "Episode I" - Fans, entschuldigt, ich kann's nicht lassen ) "Jar Jar"-artige Element des baby-like daherbrabbelnden Affenweibchens, naja, das nervt schon mehr, als es komisch ist. Wie dieser Affe werden auch die Killergorillas am Ende durch Menschen-im-Affenkostüm dargestellt; naja, billige CGI-Animationen wären noch schlimmer gewesen. So lebt der Streifen von einem etwas nach B-Movie schmeckenden Stil.
Der Showdown ist dann allerdings etwas kurz geraten, ein paar Killeraffen werden weggeballert, ein paar mit 'nem neuen Laser zerhakselt ( das ist zwar alles nicht weltbewegend, aber die "ab-12er"-Freigabe damals im Kino hat mich schon gewundert... wohl wieder dieser "13. Krieger" und "Sleepy Hollow" - Effekt der FSK, hm...!? ), dann bricht der Vulkan aus, das war's.
Und, keine Frage, "Congo" gehört auch zu den Filmen, die vor Unplausibilitäten nur so strotzen.

Aber egal, komischerweise verliert der Streifen trotz all dieser negativ anzulastenden Punkte nicht seinen elementaren Unterhaltungswert. Zum "Hin-und-wieder-mal-was-Spannendes-gucken" taugt "Congo" besser als die armseligen "Jurassic-Park" - Ableger. Etwas besonderes ist er aber natürlich deswegen auch nicht wirklich...

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