Mit Batman und Robin hatte Regisseur Joel Schumacher die Saga um den dunklen Ritter zumindestens im Kino nahezu getötet. Erst eine Neuausrichtung unter Christopher Nolan hauchte dieser auf eindrucksvolle Art und Weise neues Leben ein. Nach dem Abschluss von Nolan's Trilogie mit The Dark Night Rises schien ein weiterer Batman Film dennoch erstmal unwahrscheinlich, kam aber doch recht schnell.
An Halloween wird der Bürgermeister von Gotham City, Don Mitchell Jr., vom Serienkiller Riddler in seiner Wohnung umgebracht. Als die Polizei den Tatort untersucht, zieht Lieutenant James Gordon zusätzlich Batman hinzu. Dieser ist seit zwei Jahren als privater Verbrechensbekämpfer in Gotham City bekannt; hinter der Maske steckt der vermögende Bruce Wayne, was die Öffentlichkeit aber nicht weiß. Der Riddler legt für Batman mehrere Rätsel aus, tötet jedoch im Verlauf weitere Personen der Obrigkeit, so unter anderem den Commissioner. Während Batman und Gordon die Rätsel entschlüsseln, macht der Riddler öffentlich darauf aufmerksam, dass alle seine Opfer in Korruption verwickelt seien. Batman und Gordon finden derweil Bilder von Mitchell und einer unbekannten Frau beim Verlassen der Iceberg Lounge; diese wird vom Pinguin betrieben, der rechten Hand von Carmine Falcone. Ein Gespräch mit dem Pinguin bringt keine Ergebnisse, aber Batman entdeckt die bei ihm kellnernde Selina Kyle, die eine Verbindung zum Opfer hatte. Anschließend folgt er ihr nach Hause und sieht dort die Frau, die sich als Kyles Freundin Annika herausstellt. Als er diese befragen will, ist jene bereits verschwunden. Später erfährt Batman, dass sowohl der verstorbene Commissioner als auch der noch lebende Bezirksstaatsanwalt Gil Colson von Falcone gekauft sind. Kurze Zeit später scheint auch Thomas Wayne darin verwickelt zu sein....
Hatte bereits die Nolan Trilogie mit seiner Rückkehr zum Dunkeln sowie düsteren sich ausgezeichnet, setzt der Film von Regisseur Matt Reeves nochmal einen drauf und spielt fast ausschließlich in der Nacht. Glücklicherweise verzichtet man darauf die Story vom dunklen Ritter erneut von Anfang an zu erzählen, so daß dieser bereits sein Kampf gegen das Verbrechen aufgenommen hat. Dabei macht Robert Pattinsson eine überraschend gute Figur, ohne seinen Vorgängern das Wasser reichen zu können. Mehr Eindruck hinterlässt dagegen Paul Dano der, obwohl hauptsächlich hinter einer Maske verborgen, als Riddler glänzt. Die restlichen Darsteller lassen ebenfalls keine Wünsche offen. Auch der zurückhaltende Soundtrack sowie eine teils sehr starke Kamera Führung sorgen mit der besagten Düsterniss sowie kurzen aber knackigen Action-Sequenzen für Pluspunkte.
So The Batman eigentlich nur einen Ticken zuviel Laufzeit auf der Uhr und kommt manchmal eine Spur zu träge daher. 7 Punkte letztendlich für einen gelungenen Neustart, der wieder erwarten Lust auf mehr macht.