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Wenn die Leutchen von Asylum Atlantis ausgraben, reicht das Budget erwartungsgemäß nicht, um den sagenumwobenen Ort mit angemessenem Glanz auszustatten. Die schwache Ausarbeitung der Kulissen wäre gar nicht mal so schlimm, wenn denn wenigstens etwas mehr Bewegung im Spiel wäre.

Als eine Passagiermaschine über dem Bermuda-Dreieck abstürzt, können sich nur wenige Überlebende wie Meeresbiologin Vera und Pilotin Sam auf eine Insel retten. Sogleich werden sie von feindseligen Kämpfern gefangen genommen und per U-Boot in die versunkene Stadt Atlantis gebracht. Der hiesige Gottkönig begrüßt sie zwar als Gäste, doch derweil plant er, die Erde einem Vernichtungsschlag auszusetzen…

Die Menschen flanieren nicht etwa durch die halbwegs futuristisch anmutende Stadt mit einigen altertümlichen Gemälden, Säulen und Denkmälern, sie halten sich überwiegend in Räumlichkeiten auf, die denen typischer U-Boote ähneln. Mit wenigen Schalttafeln und einem Raum, in dem sie mit Algen auf neurologischer Ebene kommunizieren können. Denn Algen sind die absoluten Powermittel für Heilung, Nahrung und technischen Fortschritt. Gut zu wissen.

Nur ereignet sich bis auf wenige Haiangriffe zu Anfang (womöglich Restmaterial irgendwelcher Sharknadolon-Werke) relativ wenig und es wird arg geschwätzig, wenn der Atlantis-Herrscher erst einmal den Klimawandel und seine Folgen anspricht, während die Übrigen überlegen, wie sie die Technik austricksen können. Zu unterscheiden sind die Bewohner von Atlantis (man nennt sie Atlantier, möglich wäre bestimmt auch Atlantiten und Atlantnieten, für weiblich und männlich) lediglich durch die schwarze Einheitskleidung und zwei, drei dicken Strichen im Gesicht. Dass die total fortschrittlich sind, bleibt natürlich nur vage Behauptung.

Obgleich zwischenzeitlich die Hydra zuschlägt, wenn sich mal einer zu weit hinaus wagt, kann von Action keine Rede sein und auch der Flugzeugabsturz gleich zu Beginn ist recht spärlich in Szene gesetzt. Die CGI fallen eher unterdurchschnittlich aus, während die Mimen alles andere als Vorzeigekandidaten ihres Faches sind. Außer Fred Williamson, denn der mittlerweile 83jährige Mann wirkt mit einem entsprechenden Maschinengewehr ausgestattet gleich 30 Jahre jünger und noch recht fidel.

Regisseur Brendan Petrizzo, der bereits sein Debüt „Monster Hunter – Die Alienjäger“ in den Sand setzte, hat wenig dazugelernt und vermag es nicht, in irgendeiner Form Spannung zu erzeugen. Leider ist der Stoff beileibe nicht trashig genug, um anderweitig Freude zu bereiten und insofern sollten an dieser Stelle auch Filmfreunde vorgewarnt sein, die mit den Billigwerken von Asylum ansonsten keine Probleme haben.
3 von 10

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