Da der Film für eine Amateurproduktion recht gute Kritiken erhalten hat, unter anderem hier, hab ich ihn mir nun fürn Fünfer geordert und keinen Cent bereut;)
Zu Beginn des Films wurde ich durch die nicht zu übersehende Amateuroptik erstmal unangenehm an die Rose-Verbrechen erinnert, da Häuser(zumindest neu eingerichtete), Videotheken und Strassen, vor allem bei Laternenschein sehr undankbar sind, was die digitale Aufzeichnung angeht. Das ist dann nun mal genauso viel Kino wie Big Brother. Zudem kam, dass die Schauspieler ihre, z.t. recht albernen, im Shakespear(?) Stil verfassten Sprüchlein zu sehr auswendig gelernt und gefühllos loswerden.
Aber nach ca. 20 min. kommt der Film dann in die Gänge. Bei Tageslicht gefilmt und auf Felder und Wiesen angesiedelt, wirken die anschließenden 80 Minuten dann doch bedeutend "filmischer". Es reihen sich bessere und schlechtere Szenen aneinander bis es dann zu einer Braindead-Hommage im Showdown kommt, die, mit klassischer Musik unterlegt, dann wirklich den inszenatorischen Höhepunkt darstellt.
Contra: die Laiendarsteller sagen ihre Texte recht gleichgültig auf und machen Pausen, wo keine hingehören.
Die Farben und den Kontrast hätte man am PC noch etwas verbessern können.
Die Texte an sich könnten etwas schlichter und natürlicher sein.
Pro: Die Konzentration auf die Liebesgeschichte und die Zombiethematik als Background heben den Film auf jeden Fall von anderen Amateurfilmen ab.
Schnitt und Montage sind recht gut, es zieht sich ein gut nachvollziehbarer roter Faden durch.
Der Umfang und Aufwand trotz des geringen Budgets verlangen Respekt
Fazit:
Kauf lohnt sich, wenn man sich prinzipiell für Amateurfilme interessiert und wissen will, was man mit wenig Geld alles bewirken kann