Review

Mit „The Creeping Flesh“ kann man wohl die besten Regieleistung von Freddie Francis bezeichnen. Dieser Film wird jedem Hammer-Anhänger gefallen, mir ganz besonders.


Der Anthropologe Prof. Emmanuel Hildern (Peter Cushing) bringt von seiner Reise aus Neu Guinea ein riesiges Skelett mit. Hildern ist fest davon überzeugt, dass dieses Skelett die Verkörperung des absoluten Bösen ist. Seine Bluttest beweisen dies auch. Als er das Skelett mit Wasser reinigen will, entwickelt sich auf den benetzten Stellen das Fleisch zurück.
Nicht nur, dass dieses Wesen eine Gefahr darstellen könnte, hat Prof. Hildern noch andere Probleme. Seine Tochter Penelope findet heraus, dass ihre Mutter gar nicht früh gestorben ist, sondern lange in der Irrenanstalt von Emmanuels Halbbruder James (Christopher Lee) war.
Nachdem Emmanuel scheinbar eine Mittel gegen das Böse im Menschen gefunden hat, spritzt er es seiner Tochter. Doch das Experiment misslingt. Penelope wird immer böser und James kommt hinter das Geheimnis von Emanuele. In der Nacht lässt er das Skelett stehlen, als es anfängt zu regnen...


Wie gesagt, dieser Film ist vielleicht der beste von Freddie Francis. Eine recht interessante Story, mal wieder gepaart mit den beiden Horrorikonen des britischen Films, Peter Cushing und Christopher Lee.
Cushing kann man wie fast immer als den Guten bezeichnen, der das Wohl der Menschheit im Sinne hat, indem er das absolute Böse besiegen will. Diese Rolle spielt Cushing wieder einmal ausgezeichnet. Er steckt viel Gefühl in diese Rolle, wenn es um seine Tochter geht oder er seine Forschung vorantreiben kann.
Wie jeder Film dieser Art gibt es natürlich auch einen Gegenpart. Und wer könnte das anders sein als Christopher Lee. Lee hat nicht das Wohl der Menschen im Auge, ihm geht es nur um Erfolg und besser zu sein als sein Bruder. Daher ist er als Anstaltsleiter natürlich prädestiniert. Er kann Versuche an Menschen verüben und hat seinen Bruder in der Hand, denn seine Tochter sollte nie die Geschichte der Mutter erfahren.

Natürlich sieht man dem Film sein Alter an, die Tricks sind nicht mehr up to date. Trotzdem sind die Einfälle recht nett geworden. Das Blut der Kreatur wurde recht nett animiert, seine Zellen sehen aus wie kleine schwarze Spinnen. Auch die Figur selber verbreitet heute sicherlich keine Angst und Schrecken mehr. Aber die Stimmung passt einfach in diesem Film, was man nicht von jedem Francis-Film sagen kann. Gegen Ende wird es sogar richtig spannend und das Ende kann man getrost als Böse bezeichnen.


Fazit: „The Creeping Flesh“ ist eine kleine, recht unbekannte Perle des britischen Horrorfilms. Schauspielerische Klasseleitungen werden gepaart mit einigen hübschen Regieeinfällen von Freddie Francis. Fans der Filme werden blendend unterhalten. Ich bin mehr als zufrieden.

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