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von Moonshade

Im Vergleich zur Vorlage

Diese dreistündige Fassung des Romans von Dumas enthält, trotz ihrer scheinbaren Länge, doch einige Änderungen gegenüber der literarischen Vorlage.

Der erste Teil, der die Grundkonstellation erzählt, dann den Verrat, die Einkerkerung und die Flucht, sowie den kleinsten ersten Teil von Dantes' Rache, endet praktisch in einer kleinen, dramaturgischen Pause.

Der zweite Teil beginnt mit einer Einweisung seines treuesten Mitarbeiters und bietet so eine Zusammenfassung des ersten Teils, allerdings ohne Rückblicke.

Die Anzahl der Personen, an denen sich Dantes rächt, ist hier von vier auf drei reduziert worden. Der neidische Zahlmeister seines Schiffs, Danglard, aus dem später ein großer Finanzier wird, den Dantes ruiniert, wurde gestrichen, stattdessen "erfand" man einen neuen "Zahlmeister" (bzw. hier "zweiten Offizier") namens Caderousse, der sich stets selbst ruiniert und am Ende zugrunde richtet, weil er habgierig ist. Er wird von Villeforts Sohn Benedetto niedergestochen, was im Rahmen des Plots allerdings nicht sonderlich gut erklärt werden kann.

Der Name Danglard taucht als Adelstitel in einem anderen Zusammenhang auf. Auch wird Benedetto hier nicht nach der Geburt geraubt, sondern von Bertuccio lebendig begraben gefunden. Im Buch will Bertuccio auch nicht stehlen, sondern Villefort ermorden.

Die Nebenhandlung mit den Giftmorden der Frau von Villefort wurde im übrigen ganz gestrichen.

Auch das Verhältnis Dantes' zu seiner Ex-Verlobten Mercedes ist anders als im Buch - hier gibt sich Dantes früh zu erkennen und sie kann absehen, dass er seine Rache sucht, ohne sie verhindern zu können. Dass es kein HappyEnd für die beiden geben kann, wird hier recht früh festgestellt.

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