Review

"Scars of Dracula" ist der sechste Hammer-Dracula (der fünfte mit C.Lee) und wohl auch der mit Abstand härteste !

Ganz so begeistert wie meine Vorschreiber kann ich allerdings nicht sein. Da sei zunächst Dracula Auferstehung, die sicherlich mal was anderes ist, aber auch total unlogisch. Denn wenn Dracula auf einmal von blut kotzenden Fledermäusen zum Leben erweckt wird, hätte er ja auch bisher ständig von diesen erweckt werden können. Auch schließt der Film nicht wie die bisherigen an dem letzten Teil an, sondern Draculas Staub liegt einfach in irgendeinem Schloss...

Christopher Lee macht seine Sache mal wieder ausgezeichnet, aber er verlässt z.B. nicht ein einizges Mal sein Schloss in diesem Film, was dem Film auch einiges an Spannung nimmt (in bisherigen Teilen ist er ja wenigst. mal in die Dörfer/Häuser seiner Opfer und holte sich seine Opfer selbst). Irgendwie passiert halt (fast) alles nur auf dem Schloss.
Das "Finale" ist eigentlich leider auch kein wirkliches,denn kaum hat es angefangen, ist es auch schon wieder rum. Dennoch ist Draculas Tod mal echt sehr einfallsreich und
gut gemacht ( nach dem er vom Blitz getroffen wurde, brennt er ne Minute lang, schmilzt und stürzt die Schlossmauern hundert Meter tief in den Nebel). Sehr gruselig !

Überhaupt existiert auser dem Schloss eigentlich sonst nix in dem Film. Es gibt noch ein Wirtshaus und irgendwo ne Kirche, aber als Dorf kann man das ganze (mangels Darstellung) nicht ansehen.

Und Draculas Butler macht eigentlich auch nur, was er will, obwohl Dracula ja sonst die Fähigkeit besitzt, Menschen zu hypnotesieren. Dafür kann er sich aber in diesem Film plötzlich mit Fledermäusen unterhalten... (kein Scherz!) !

Der Film ist sicherlich sehr brutal. Zum einen die Fledermaus-Attacken gegen den Priester oder das Gemetzel in der Kirche, wo die Frauen der Dorfbewohner nieder gemetzelt werden (schöne Nahaufnahmen der Frauen, wie Ihnen das Gesicht zerschnitten ist - viel Blut). Andererseits sieht man den Angriff der Fledermäuse auf die Frauen leider nicht...

Insgesamt ist der Film aber dennoch sehr atmosphärisch (dunkle Wälder, alte Kutschen, finsterne Schlossaufnahmen), was ihn wieder absolut hammer typisch macht.

Mit den früheren Dracula-Teilen kann "Nächte des Entsetzens" zwar nicht mehr mithalten (ab 70 gings ja eh so langsam bergab mit Hammer), aber der Film ist im Vergleich zu seinen beiden Nachfolgern um Meilensteinen besser.
Auch wenn er an einigen Stellen sehr unlogisch ist und außer auf dem Schloss fast nix passiert, ist er für Hammer-Fans dennoch Pflicht und auch sonst im Vergleich zu anderen älteren Horror-Filmen sehr sehenswert.
6 von 10 Punkten !

Eine DVD-Veröffentlichung wäre wünschenswert !

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