Eine Voluntärin vom Sozialamt wird als Vertretung ihres Kollegen zu einem Hausbesuch geschickt. Dort findet sie eine alte Frau in einem verwahrlosten Haus vor. Während sie Ordnung schafft entdeckt sie in einem zugeklebten Schrank ein Kind, obwohl die Familie, wie sich heraus stellt, kein Kind hat. In Episoden bekommt der Zuschauer langsam mit, dass in dem seltsamen Haus schon mehrere Menschen umgekommen sind, die Polizei jedoch steht vor einem Rätsel. Ebenso tut das der aufmerksame Zuschauer, denn die sprunghafte Erzählweise vernebelt ebenso wie die teils rauchigen Geistererscheinungen eine Eindeutigkeit über die ganze Handlung mit deren Vorgeschichte. Schwer erkennbare Zeitsprünge tun da ihr übriges, um den Zuschauer Komplexität vorzugaukeln. An Mysteryeffekten sind in bestechender Einfachheit eine Hand voll unheimlicher Szenen zum Gruseln eingefügt, der Rest ist in Obachtposition gehalten, da bei der ruhigen Abfolge an Alltagssituationen wohl ständig die Erwartung geschürt werden soll. Das ist zwar gut gemeint und funktioniert auch stellenweise, hinterher drängt sich alles jedoch als Mittel zum Selbstzweck auf. Denn letzlich nehmen hier bloß ein paar rastlose Geister Rache für ihre Ermordung. Die Schauspieler sind wenigstens eindeutig, und zwar eindeutig mittelmäßig.
Fazit: Stiftet in der Post-Ring-Ära viel Verwirrung, doch man weiß hinterher kaum, wozu. 5/10 Punkten