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Ja, "The Rock" macht sich allmählich. Nach dem mehr als mediokren "Scorpion king" legt er mit diesem Streifen seinen ersten brauchbaren Film auf's Parkett, auch wenn dieser noch weit davon entfernt ist, an Klassiker a la Schwarzenegger oder Stallone anzuknüpfen. Aber auch diese Action-Ikonen haben schließlich einmal klein angefangen. Beck's Abenteuer im dichten Urwald gestalten sich dann auch erfeulich amüsant und kurzweilig. Ein typischer, unterhaltsamer Buddy- & Actionmovie. Etwas auf den Nerv geht lediglich die political correctness-Macke des Hauptcharakters: "Ich benutze keine Schußwaffen". - Häh?! Hallo?! Der Mann kämpft alleine gegen ein ganzes Verbrechersyndikat und erblödet sich Schußwaffen abzulehnen?! Normalerweise der sichere Tod. Aber gut. Wir sind ja hier im Action-Genre und nicht in der Realität und außerdem kommt er dann ja gegen Ende des Films doch noch zu entsprechender Einsicht. In Zukunft sollte The Rock meiner Meinung nach jedoch derartige Hippie-Allüren ablegen wenn er ernsthaft vorhaben sollte, in den Olymp der Actionstars aufzusteigen. Aber in diesem Punkt folgt der Film nuneinmal weitgehend der heutzutage gängigen Hollywoodphilosophie: "Möglichst niedriges Rating erzielen, damit auch die Kiddies noch Geld in die Kasse spülen." *börks* Abgesehen von diesem bedauerlichen Mangel ist der Film solide durchstrukturiert und überzeugt durch einen hohen Unterhaltungswert. Auch Altstar Schwarzenegger darf im Intro des Films noch einmal kurz über den Schirm huschen und seinem potentiellen Nachfolger "Viel Spaß" wünschen. Und eins ist sicher: Nach den lächerlichen Hänflingen vom Schlage eines Brad Pitt, die sich in den Neunzigern im Genre hartnäckig fehlplatzierten, ("Na klar, der Weichkeks hat die jetzt alle umgehauen...") freut man sich doch wahrlich, mal wieder einen der guten, alten, bulligen, alles niederwaltzenden "Kleiderschrank"-Akteure im Actionbusiness begrüßen zu dürfen. - Way to go Rock!

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