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Nach "The Scorpion King" liefert The Rock (Doom) in "Rundown" seine zweite Kinohauptrolle ab. Und die spielt der Ex-Wrestler nicht schlecht und der Film selbst ist eine gelungene Action-Komödie.

Sein letzter Auftrag führt Kopfgeldjäger Beck (The Rock) nach Brasilien, wo er den entflohenen Millionärssohn und Hobby-Archäologen Travis (Sean William Scott) finden und nach Hause bringen soll. Der scheinbar leichte Auftrag entpuppt sich aber für Beck als eine harte Nuss. Denn Travis will gar nicht weg, sondern lieber ein antikes Artefakt finden. Auf dieses haben es auch brasilianische Rebellen abgesehen, die mit der Verkauf des Artefakts genug Geld haben würden, damit sie nicht mehr von Großgrundstückbesitzer Hatcher (Christopher Walken) abhängig sind, der sie als Sklaven für seine Goldmine benutzt. Anfangs nur den eigentlichen Auftrag verfolgend, schlägt sich Beck auf die Seite der Rebellen und sagt somit Hatcher den Kampf an...

Im Gegensatz zu Vin Diesel (Pitch Black) scheint The Rock von Film zu Film besser zu werden. Mit einer guten Portion Selbstironie bewegt er sich durch den Film, wobei seine Kampfeinlagen natürlich am besten rüber kommen. Denn anders als Vin Diesel hat The Rock früher mit Wrestling-Fights sein täglich Brot verdient, womit seine Moves noch eine Ecke glaubwürdiger rüberkommen. Hinzu scheut sich The Rock nicht davor, sich auch mal selber auf die Schippe zu nehmen. Das konnte auch schon Arnold Schwarzenegger gut und übergibt The Rock mit dem Spruch "Viel Spaß" sozusagen das Action-Zepter, da Arnie nun lieber Politiker spielen will und als Action-Hero auch langsam zu alt wäre. Als Partner setzte man The Rock hier Sean William Scott (Road Trip) zur Seite. Zwar spielt Scott seine Rolle nicht mehr so übertrieben komisch wie ansonsten, doch sorgt er in dem Film für eine Großzahl der Lacher. Dass dabei der eine oder andere Sketch ein Griff ins Klo ist, lässt sich zwar nicht vermeiden, doch meistens erweißt sich Scott als ein Fachmann in Sachen Comedy. Als lokalen Schurken nimmt sich The Rock mit Christopher Walken (Last Man Standing) erstmals nun ein berühmteres Gesicht zur Brust. Auch Walken nimmt sich hier nicht allzu ernst und zeigt einen gewissen Hang zur Ironie durch den einen oder anderen Spruch. Als weibliche Ausstattung läuft einem dann noch Rosario Dawson (Men in Black 2) durchs Bild, die ihre Sache auch recht ordentlich macht.

Auch wenn die Action nicht an "The Scorpion King" und "Walking Tall" heranreicht, so kann sie sich dennoch sehen lassen. Die Shoot-Outs fallen allesamt ziemlich blutleer aus, doch dafür entschädigen die Fights von The Rock gegen die Footballspieler, Hatchers Handlanger und die Dschungel-Rebellen, wobei auch der Ex-Wrestler vor allem bei letzterem einiges einstecken muss. Eine gute Idee ist auch, dass Beck Schusswaffen verabscheut und darum nicht ständig mit 'ner fetten Knarre durchs Geäst springt. Darum wirken die Szenen im Finale, wo Beck mit einer Pumpgun in jeder Hand aufräumt, umso eindrucksvoller, auch wenn sie etwas unrealistisch sein mögen. Ansonsten sind die Action-Szenen recht gut ins richtige Licht gerückt worden. Natürlich kommt in einem Film, wo Sean William Scott mitspielt die Komik nicht zu kurz. Vor allem seine "Gespräche" mit The Rock sowie die daraus entstehenden Oneliner haben es in sich. Auch die Ideen mit dem notgeilen Affen und der betäubenden Frucht haben mir gefallen.

Mag "Rundown" actionmäßig nicht mit den anderen Werken von The Rock mithalten können, so ist er dennoch eine amüsante Action-Komödie, die sich zum Glück nicht allzu ernst nimmt.

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