Obwohl der smarte und coole Beck sich weigert, mit Pistolen zu arbeiten, ist er als knallharter Kopfgeldjäger im Untergrund von L.A. gefürchtet. Eigentlich aber plant Beck seinen Ausstieg aus der Headhunter-Branche: Er will stattdessen seinen Traum von einem kleinen, feinen Restaurant verwirklichen. Doch so einfach will ihn sein Boss Billy Walker nicht ziehen lassen. Zuvor muss Beck noch ein letztes Mal sein Können unter Beweis stellen: Er soll Travis, den vorlauten Sohn seines Chefs, aus dem brasilianischen Dschungel zurückholen. Auf der Flucht hat dieser sich in den Amazonas verzogen und sucht dort nach einem wertvollen Schatz. Der anfangs simple Routine-Job entpuppt sich schon bald als wilde Hetzjagd durch den Urwald.
Welcome to the Jungle ist alles andere als originell, weiß aber durch seine flotte Gangart und vielen humorigen Passagen durchaus unterhaltend zu sein. Die Story bietet spaßiges Actionentertainment mit diversen Anleihen an Indiana Jones (sogar der gesuchte Götze erinnert von der Form her an den den Indy auch dereinst aus der Höhler barg) und den letzten Schwarzenegger Action Komödien. Arnie selbst hat einen 3 Sekunden Cameo, mit dem wohl versucht wurde den Staffelstab in diesem Genre vom Ex-Bodybuilder zum Ex-Wrestler zu übergeben.
Der toughe the Rock darf nach dem eher ernsteren Scorpion King dabei sogar mal seine komödiantische Ader präsentieren und das funktioniert auf Anhieb erstaunlich gut. Die Oneliner kommen, die Mimik paßt, er kommt sogar besser weg als der oft hibbelige Seann William Scott und die eher blasse Rosario Dawson. Mit Christopher Walken gibts einen ebenfalls lustig fiesen modernen Sklavenhandler, der aber auch seine spaßigen Momente haben darf.
Erstaunlich wiederum das für so einen als family Entertainment angelgten Abenteuerfilm ist doch gelegentlich die Brutalität, das bezieht nicht auf die häufigen Zweikämpfe oder übertriebenes Blutvergießen, sondern auf den hohen Bodycount und die zahlreichen hinterhältigen Erschießungen auf beiden Seiten, paßt irgendwie nicht so recht zusammen. Zum Grinsen ist aber speziell schon der Opener, als Beck mal eben ein komplettes Football Team in Eigenregie vertrimmt. Die Fights sind aufwendig mit einigem an Wire Work gut gelungen. The Rock wird mehrmals quer durch die Luft geschleudert, einmal sogar bis in Baumwipfelhöhe.
Wer einfache Unterhaltung mag wird hier soweit gut bedient. Langeweile hat wenig Chancen, zum grinsen gibts auch genügend Material und abgerundet wird alles durch schicke Dschungellocation und eine gute Kamera. Logische Aspekte und die Schwerkraft mal abgeschaltet macht das The Rock Vehikel Laune, auch wenn er es nie so recht geschafft hat der neue Arnie zu werden.
7/10