iHaveCNit: A E I O U – Das Schnelle Alphabet der Liebe (2022) – Nicolette Krebitz – Port-Au-Prince
Deutscher Kinostart: 16.06.2022
gesehen am 19.06.2022
Arthouse-Kinos Frankfurt – Cinema - Petit – Reihe 1, Platz 6 – 20:15 Uhr
Als dritten Film der Woche aus dem Arthouse-Sektor habe ich mir die neue Regiearbeit von Nicolette Krebitz angesehen. „AEIOU“ hat mich doch ein wenig interessiert.
Anna ist 60 und war einst eine große Schauspielerin, die mittlerweile für Hörspiele als Sprecherin arbeitet. Ihr Leben scheint sich zu verändern, als sie vor einem Lokal in Berlin von einem jungen Mann überfallen wird und sie kurze Zeit später diesen jungen Mann namens Adrian wiedersieht, weil sie ihm für ein Projekt Sprachtraining geben darf.
Krebitz´ Film kann durchaus als „Amour Fou“ bezeichnet werden, wie es oft an anderer Stelle bereits getan worden ist. Dabei liegt der Fokus des Films klar auf dem ungleichen Paar der älteren Anna und dem weitaus jüngeren Adrian, die beide unglaublich gut von Sophie Rois und Milan Herms gespielt werden. Die Entwicklung ihrer gemeinsamen Geschichte ist durchaus sehr spannend, unvorhersehbar, faszinierend und zum Teil auch elektrisierend. Jedoch kommt es teilweise zu Momenten und Handlungen, bei denen das doch sympathische Paar und der sympathische Film seine Sympathie einbüßt und für mich nicht ganz sein Potential entfaltet und damit aufgrund einer doch ungewöhnlichen Liebesgeschichte nicht ganz für mich die Sogkraft von zum Beispiel „Ich bin dein Mensch“ aus dem letzten Kinosommer entwickelt hat.
„A E I O U – Das Schnelle Alphabet der Liebe“ - My First Look – 8/10 Punkte.