Story:
Nicholas Easter [ John Cusack ] und Freundin Marlee [ Rachel Weisz ] bieten beiden Parteien eines Haftungsprozesses [ Gene Hackman, Dustin Hoffman ] ein käufliches Urteil an.
So kurz, so gut, ebenso länger gerät der Film an sich nämlich auch nicht, jedenfalls rast er bei Kenntnis des Romans geradezu durch die Handlung, nach Ablauf der 120min fragt man sich dann schon: das wars ?
Während der Film ausserordentlich passend besetzt ist, und auch die Änderung der Anklage gegen Zigarettenhersteller hier gegen Waffenhersteller nicht schadet, im Gegenteil; werden andere Stärken der Vorlage nicht oder nur ansatzweise weitergegeben.
Zum Beispiel ist die Beeinflussung der Jury durch Easter hier minimal, er macht bis aufs menschelnde Ende eigentlich gar nichts grossartig; auch das Motiv der beiden kam in dem Roman wesentlich wirkungsvoller herüber, wo sie praktisch nur aufs Geld aus sind, und hier eine Wiedergutmachung ansteht, damit ihr Seelenpein geheilt wird; hat irgendwie das meiste abgeschwächt. Die Isolierung der Geschworenen wirkte auch nicht, schien irgendwie als gang und gäbe hingenommen zu werden; die Bedrohung von Marlee durch einen von Fitch's Schergen kam total sinnlos vor.
Fleder's Regie ist dabei so routiniert wie auch in seinen anderen Werken [ SAG KEIN WORT! , DENN ZUM KÜSSEN .... ], da ist man auf Nummer Sicher gegangen, genauso sieht der Film auch letztlich aus.