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Nicolas Easter arbeitet in einem Laden der sich auf Videospiele spezialisiert hat. Eines Tages wird er zu einem großen Prozess als Geschworener berufen, was ihm mehr gegen Strich geht als ihn zu erfreuen. Im Prozess klagt die junge Mutter Celeste Wood gegen einen Waffenhersteller, mit dessen Waffe vor 2 Jahren ihr Ehemann in einem Büro von einem Amokläufer erschossen wurde. Doch zwischen ihrem Verteidiger Wendell Rohr und dem Waffenbefürworter Rankin Fitch, der nicht davor zurückschreckt mit illegalen Methoden den Prozess zu Gunsten des Waffenkonzerns zu entscheiden, bahnt sich ein privates Gefecht an. Als dann auch noch eine anonyme Anruferin dazukommt, die behauptet sie habe die Geschworenen in der Hand, und den beiden so für eine Summe von 10 Millionen die Gewinnung des Prozesses anbietet, gerät die Situation aus ihren Fugen.
"Runaway Jury" erzählt eine interessante - wenn auch vielleicht etwas überzogene - Geschichte in der Bestechung und Erpressung alles ist. Der Film bedient sich an dem noch immer heiß diskutierten Thema der Waffenhaltung innerhalb der USA, allerdings wird dies nie richtig ausgebaut. Im Vordergrund des Films stehen immer die Beziehungen zwischen Marleen, Nicolas, Rohr und Fitsch, der Rest gerät eher in Vergessenheit. Auch die persönliche Geschichte von Nicolas und Marleen die gegen Ende des Films zum Vorschein kommt wirkt mehr aufgesetzt als tatsächlich nachvollziehbar und packend. Die Schauspieler allerdings sind ziemlich überzeugend, besonders Gene Hackman in der Rolle des Fitsch weiß in seiner Art zu überzeugen. Ebenso Dustin Hoffman und John Cusack, obwohl letzterer im Laufe des Films ein bisschen anfängt zu "schwächeln". Der Score ist sehr schön eingesetzt, teilweise erinnern die Stücke zwar sehr an andere Justizdramen und Thriller, nichts desto trotz sind sie in diesem Film aber passend eingesetzt. Die Story selbst hat aber einige Hänger, viele Szenen sind wirklich packend und interessant gestaltet, während andere sich eher in die Länge ziehen und unwichtiger wirken.
Insgesamt ist "Runaway Jury" bzw. "Das Urteil - Jeder ist käuflich" ein schöner Justizthriller der sich mit dem eigentlichem Thema das die Verhandlung beinhaltet zwar weniger auseinandersetzt als ich persönlich es mir anfangs erhofft hatte, aber dennoch interessante Ideen beinhaltet und unterhält. Zwar kein Film der mit Filmen wie "Eine Frage der Ehre" mithalten könnte, aber dennoch sehenswert.

7/10 - wie alle meine bisherigen Vorredner anscheinend auch ;-)

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