"The Rocky Horror Picture Show" ist wohl das schrägste Musical aller Zeiten. Eine detallierte Inhaltsangabe zu den düsteren Geschehnissen im Schloss Frankensteins Plache nahe der Kleinstadt Denton, in welches es das junge Pärchen Brad Majors und Janet Weiss verschlägt, dürfte selbst den eingefleischten Rocky-Horror-Fans schwer fallen. Zu grotesk sind die sexuellen Eskapaden des Schlossherrn Frank'N'Furter, der mit Hilfe seines Dieners Riff-Raff seinen Traumann, den Muskelprotz im Goldtanger Rocky erschafft und dazu das Gehirn von Rocker Eddie zweiteilte. Gejagt von dessen Onkel Dr. Everett Scott beendet den transexuellen Traum aus Netzstrümpfen und High Heels jedoch Riff-Raff, der sich als außerirdischer Moralapostel entpuppt, und die wilde Bande der Transyvanier wieder in die Galaxis beamt.
Dieser kultige Streifen ist mein absoluter Lieblingsfilm. Doch diese rockige Transvestitenshow ist nicht nur ein Film, sie ist auch gleichzeitig ein Apell an Toleranz und kämpft gegen Konservatismus. Außerdem ist sie auch noch eine Hommage an die trashigen Horrorfilme der 50er Jahre, was man an der Story aber auch in den Dialogen sieht. Ebenso beinhaltet der Film auch noch wunderbare Musik. Songs wie "Time Warp"und"Sweet Transvestite"brennen sich lange in das Gedächtnis ein. Auch die Darsteller sind genial, allen voran natürlich Tim Curry als Frank'N'Furter der einfach herrlich befreit und überdreht spielt. Und für Susan Sarandon war der Film das Sprungbrett für eine sehr erfolgreiche Hollywoodkarriere.
Alleine macht der Film jedoch nur halben Spaß: Ein Filmabend wo man sich viele Mitverrückte einlädt, Reis, Klopapier und Wasserpistolen parat hat, ist ein unvergessliches Erlebnis!