Die Rocky Horror Picture Show. An wohl kaum einem Film gehen die Meinungen so stark auseinander wie bei diesem. Für die einen ist er absolute kultig, die anderen finden ihn einfach nur albern und billig. Ich finde, der Film ist eine nähere Betrachtung wert: Damals 1976 bei der Uraufführung kaum beachtet, ein totaler Flop, hat er heute immer noch absoluten Kultstatus. Der als Musical konzipierte Film weiß jedoch zu gefallen, wenn man auf gute Musik steht, denn 80% des Films sind mit dieser unterlegt, erzählt wird praktisch in den Liedern. Deswegen ist der Film auch bis heute nur als englische Originalfassung zu bewundern, bestenfalls mit deutschen Untertiteln. Und das ist auch gut so. Hätte man den Film synchronisiert, oder sogar die Musik noch dazu, wäre der ganze Film wohl in deutsch nicht zu ertragen. Doch um die Leute, die nicht so mit Englisch bewandert sind, nicht abzuschrecken, er lässt sich gut mit deutschen Untertiteln gucken, da die Story recht einfach zu durchschauen ist:
Brad Majors und Janet Weiss (Susan Sarandon) landen nach einer Autopanne im Schloss des Transvestiten Frank N. Furter (Tim Curry), der dort gerade einen Ball der Transvestiten feiert, gleichzeitig die Erschaffung seines Geschöpfes Rocky. Die „Geburt“ Rockys, von Brad & Janet erstaunt beobachtet, wird jedoch jäh unterbrochen von Eddie (Meat Loaf), der aus der Tiefkühlkammer erwacht. Frank N. Furter weiß das gar nicht zu schätzen und killt diesen kurzerhand mit einer Axt. Als dann Eddies Onkel Dr. Scott auftaucht, um nach diesem zu suchen, gerät alles außer Kontrolle.
Die auf den ersten Blick „komische“ Handlung bietet einige gute Lacher, und verleitet einem des öfteren zu einem Schmunzeln, von der klasse Musik einmal abgesehen. Man darf halt keinen hintergründigen Sinn oder gar einen Horrorfilm erwarten, der Film ist das, was er ist: Eine kultige Musical Komödie mit super Musik und witzigen Charakteren, die nicht ernst genommen werden will. Wer sich damit anfreunden kann, sollte auf jeden Fall mal einen Blick riskieren.