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Ein Ulrich Seidl-Film ist ein Ulrich Seidl-Film ist ein Ulrich Seidl-Film. Nach seinen episodischen semidokumentarischen Werken IM KELLER und SAFARI ist RIMINI mal wieder ein echter Spielfilm, selbstverständlich mit der gewohnten episodischen Struktur und im üblichen semidokumentarischen Stil. 

Der in die Jahre gekommene österreichische Entertainer „Richie Bravo“ verdingt sich sein bisschen Lebensunterhalt als Seniorenschnulzensänger und Gigolo in den billigen Kaschemmen und Hotelhallen Riminis außerhalb der Saison. Für diese Locations wurde der Begriff „trostlos“ erfunden. Zwischen Alkohol, Kaffeefahrten, Sex und Gschäfterln platzt Tessa, seine inzwischen erwachsene Tochter, mit der Forderung nach jahrelang nicht gezahlten Alimenten. Das bringt den Charmeur ganz schön aus der Bahn. 

Schauspieler Michael Thomas ist eine echte Granate als glückloser Seniorenschleimer. Ansonsten erschöpft sich das Thema jedoch schnell. Die ewige Ödnis des verregneten und vernebelten Badeorts, die schwammigen Frauen, der gockelnde Sänger, die depressive Grundstimmung – bei dem bisschen Handlung hätte es keine zwei Stunden gebraucht.

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