Review

Staffel 2 - 7/10

Staffel 2

Viele Fragen, wenig Antworten?

In der zweiten Staffel von „From“ kommt eine ganze Busladung an neuen Menschen in das mysteriöse Städtchen und es wird weiter versucht aus dieser gefährlichen Abgeschiedenheit zu entkommen. Oder zumindest ein paar der Mysterien aufzudecken. Was sind das für Monster, die nur nachts versuchen an die Bewohner zu kommen? Ist Radioempfang möglich? Warum werden dort dermaßen viele Leute verrückt? Was hat es mit dem Eremiten im Leuchtturm zu tun? Alles ein Experiment? Ein Limbus? Eine Vorhölle? Eine komatöse Wahnvorstellung? Die Fragen und Theorien werden nicht weniger - gibt’s langsam auch ein paar Anworten oder zumindest handfestere Anhaltspunkte?

Ein wenig fehlt „From“ Staffel 2 der Vorwärtsdrang. Ja, es gibt ein paar grausame Momente, die länger im Kopf bleiben. Wortwörtlich, wenn man an das „Eisenrohr“ denkt. Das war böse und fies. Die Figuren bleiben einem nah und die Darsteller fallen kein Level ab. Aber irgendwie macht die Serie ein wenig den „Lost“-Fehler und öffnet Box um Box, Kiste um Kiste, eine Truhe der Geheimnisse nach der anderen. Nur leider ohne dafür andere wieder zu schließen oder zu erklären. Das kann dann schnell ein wenig nervig und auf Dauer eher langweilig als interessant sein. Dennoch hört sich das jetzt schlimmer an als es ist. Wem die erste Staffel gefallen hat, der zieht auch locker und nickend Jahr 2 durch. Und will nach dem massiven Cliffhanger auch Staffel 3 unbedingt sehen. Dennoch vergisst „From“ aufgrund all seiner Möglichkeiten und Mysterien manchmal ein wenig, wieder wirklich gruselig und spannend zu sein. Und das ist nunmal Grundvoraussetzung bzw. das, weswegen man gekommen ist. Und vor allem weil die Monster nun ein gutes Stück entmystifiziert, geschwächt und zu Nebenschauplätzen degradiert werden, verliert die Serie einfach etwas an Gänsehaut und Adrenalin. Ansonsten gelten Pluspunkte und Erfolge genauso wie im Auftaktjahr. Stephen King hätte das kaum besser schreiben können. Staffel 3 würde ich mir in dieser Form dann aber fast schon als Abschluss und Aufklärung wünschen, damit „From“ nicht viel zu lange und weiterhin positiv im Gedächtnis bleibt. 

Fazit: etwas fehlen Wow- und Spannungsfaktoren aus der Auftaktstaffel. Ein wenig mäandern Themen, Konflikte und Lösungen nun vor sich hin. Dennoch gibt’s in „From“ noch immer genug Alptraumfutter! (7/10)

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