Teenie-Slasher im Skigebiet.
Eine willkommene Abwechslung, was die verschneite Skipiste als Schauplatz betrifft, - dem inhaltlich äußerst schematischen Ablauf vermag das weniger gelingen, da macht der Killer reihum alle nieder, bis er sich zum Finale dem letzten Überlebenden gegenüber sieht.
Wirklich überrascht werden Genrefreunde hierbei zu keiner Zeit.
In einem privaten Skigebiet, welches Tochter reicher Eltern per Dad bereits als gekauft ansieht, lässt sich eine Gruppe Wintersportler in einer Waldhütte nieder, um die Pisten per Snowboard zu testen. Ein Killer im schwarzen Skianzug will das bei Zeiten verhindert wissen.
Typisches Genreproblem: Mit der Vorstellung der Figuren bringt man zwar alberne Zoten, ein wenig nackte Haut und Drogenkonsum ins Spiel, aber keine Charaktere, die einem ans Herz wachsen.
Neben der arroganten Reichen, der man recht frühzeitig ein herbes Ableben an den Hals wünscht, gibt es da noch den Vernünftigen, die vermeintliche Lesbe, den Jungfräulichen mit Camcorder, einen Europäer, den man unterwegs aufgabelt und weiteres, nicht charakterisierbares Kanonenfutter, aber keinen Dunkelhäutigen.
Bis zum ersten Mord, mal abgesehen von dem aus dem Intro, lässt man sich dann gehörig Zeit, man sexelt, vollzieht dumme Partyspiele, beschwert sich über die Kälte in der Hütte, läuft aber maximal in Unterwäsche herum, - Zutat eines Slashers, egal, ob meterhoch Schnee liegt.
Recht früh vermag man den Killer aufzuspüren, - spätestens, wenn ein tragisches Ereignis aus der Vergangenheit berichtet wird, stellt man schnell einen Bezug zum möglichen Täter her.
Etwas zu schnell werden letztlich auch die Morde ausgeführt, das Dezimieren verläuft recht konfrontationsfrei mit Eiszapfen in Brust, Aufknüpfen mit Schal an Skilift (immerhin ein kleiner Running Gag), Skistab ins Auge und Kopf ab durch Draht. Etwas mehr Zweikampf wäre hier aber wünschenswert gewesen, - schließlich hat man ja passable Snowboarder zur Verfügung, so dass da etwas mehr Action als nur zwei, drei Verfolgungen auf der Piste drin gewesen wäre. Tempo kommt erst während der letzten zwanzig Minuten auf, wo letztlich auch der Titel seinen Einsatz findet und man passable CGI einbindet.
Allzu blutig fällt das Morden jedoch insgesamt nicht aus.
Aufgelockert wird das reichlich vorhersehbare (Schnee)treiben durch zynische Bemerkungen, die manchmal sogar leichte Schmunzler hervorrufen, an anderer Stelle aber schlicht zu bemüht wirken. Ein durchgehendes Augenzwinkern ist leider nicht auszumachen, wofür auch die gerade mal brauchbaren Darsteller nicht nuanciert genug agieren.
Dafür bemüht sich der Score von Beginn an erfolgreich um dramaturgische Unterstützung, wobei ein paar Funny Songs während einiger Snowboarding-Szenen schon wieder zu sehr auflockern.
Auch das atmosphärische Potential der nahezu einsamen und verschneiten Winterlandschaft wird zu selten genutzt, etwa, als mitten in der Nacht der Strom eingeschaltet wird und die Umgebung in gespenstisches Licht getaucht wird. Außerhalb der Anwesenheit des Killers verwendet man schlicht zuviel Zeit für die Aktionen der Figuren, die einem ohnehin egal sind.
Am Ende steht ein Teenie –Slasher, der nicht gänzlich schlecht ist, sich aber, bis auf die Winterlandschaft und ein paar schwungvolle Abfahrtsszenen, durch nichts von vergessenswerten Fließbandproduktionen innerhalb des Genres unterscheidet.
Eher einer für Nebenher,
4,5 von 10