Review

Kimberly, deren Eltern ein ganzes Ski-Gebiet gekauft haben, nutzt diese Gelegenheit und begibt sich mit ihren Freunden (Männlein und Weiblein gleichmäßig verteilt, der IQ passt sich der winterlichen Landschaft an) für ein Wochenende dorthin, um die ultimative Sauf- , Sex- und Snowboard-Party zu veranstalten. Unterwegs gabelt man noch einen Austausch-Schüler der Marke Pjer Lundström auf, dem das Snowboarden natürlich im Blut liegt. Im hiesigen Dorf angekommen, wird man gewarnt, in der Berghütte zu übernachten. Ein paar Jahre vorher gab es einen tragischen Tod von einem kleinen Mädchen. Verursacht von rücksichtslosen Rumpel-Snowboardern.
Die Clique bekommt zu verstehen, Fremde sind hier nicht willkommen, (böse) Snowboarder schonmal gar nicht. Nichts destotrotz wird Alk für die Nacht gekauft und die Berghütte im Niemandsland angefahren.
Als es nach der schlüpfrigen Nacht am nächsten Tag auf die Piste geht, machen die Freunde einen grausamen Fund: Die Leiche des Sheriffs wird als "´Schneemann missbraucht" vor der Hütte gefunden.
Auf den Bergen dezimiert ein in schwarz gekleideter Killer mit Skiern unter den Füßen einen nach dem anderen der Clique. Wer kann Bad Boy Yeti entkommen?

"Shredder" ist ein typischer Slasher mit den üblichen Genre-Zutaten geworden: dumme, in Gefahrensituationen unlogisch handelte Teenies, reichlich Möpse, Alkohol, Morde von einem durchschnittlichem Killer usw.
Der Film hebt sich, wenn auch nicht sonderlich viel, ein wenig von der breiten Masse durch das winterliche Szenario ab. Die Snowboad-Szenen sind gut gelungen und machen, mit einem punkigem Soundtrack unterlegt, Lust auf mehr.
Die Schauspieler spielen erträgliches Niveau, die Charaktere dagegen bleiben Abziehblätter und drücken höchstens einen Stempel auf: Snowboarder sind böse, legen keinen Wert auf die Verhaltensregel am Berg-Pass und setzen sich über alles weg.
Die Dialoge tun dem Zuschauer nicht körperlich weh (das ist schon mal viel wert), wenn auch diese keine Bäume ausreißen.
Morde gibt es reichlich, jedoch sind diese wenig blutig oder brutal ausgefallen, da die meisten (kostenbedingt ?) im Off passieren.
Der Höhepunkt des Filmes ist die Leiche einer der Freundinnen (am eigenen Schal erdrosselt), die den ganzen Film über die Seilbahn hoch und runter gondelt, und von keinem bemerkt wird... Die Auflösung dagegen ist sehr banal geraten (es gibt auch nicht sonderlich viele, die als Killer in Frage kommen).



Handwerklich gut inszeniert, aber alles in allem eben nur lauer Durchschnitt, den man sich höchstens mal an einem gemütlichem Video-Abend reinziehen kann. Für mehr ist "Shredder" nicht zu gebrauchen. Schnell konsumieren und vergessen.

5,5/10

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