Apres Ski statt Schildkrötensuppe
Statt einer Geschichte über den Oberbösewicht der Turtles gibt's hier einen winterlich-trashigen Slasher der unprätentiösen 00er, ganz im Umfeld von "Wrong Turn", "Edge of the Axe", "Iced", "Cold Prey" und Co. - nur halt mit Schnee statt Hinterwald. Über eine Clique von dümmlichen und notgeilen Gerade-erst-Erwachsenen, die in den verschneiten Bergen von einem Serienkiller teils kreativ dezimiert werden... Weil sie sich nicht an die Skiregeln halten?!
Skiwachs trifft Axt
Annehmbar. Das würde ich zu "Shredder" sagen. Die jungen Erwachsenen sind horny und hirnlos, die Kills dauern etwas bis sie in Gang kommen, doch dann läuft's und insgesamt ist das näher an einer "Until Dawn"-Verfilmung als "Until Dawn" der Film. Manchmal ebenso näher an "Eurotrip" oder "Hot Tub Time Machine" als an Jason und Co. Aber es funktioniert, wenn es funktionieren muss. Nicht mit allzu hoher Drehzahl. Keine schwarze Piste. Aber eine gemütliche Abfahrt für Slasherfans mit Blondinen in Tigerpanties, Bier im Whirlpool und Snowboards im Kopf. Wer sagt dazu schon nein?! Einen Hang zu solchen "00er-Nummern" mit ihren Höhen und Tiefen sollte man haben. Ich persönlich ziehe die 80er ewig vor (die hier aber immerhin zitiert werden). Trotzdem kann ich auch "Shredder" einigermaßen gutheißen. Ohne mich lawinenartig zu überschlagen. Der punkige Soundtrack wie aus einem Extremsportspiel der PS2-Ära ist noch ganz süß. Eben ein Film, wie man ihn damals in diesen "Bootleg-Mappen" voller gebrannter und selbstbeschrifteter CDs hatte. Tat damals nicht weh - tut es heute ebenso wenig!
Den Skipass bezahlst du mit deinem Leben!
Fazit: schön dummer, heisskalter und amtlicher Schnee-, Ski- und Snowboard-Slasher mit viel 00er-Vibes und mit dem man sich auch heute noch an einem heißen Hochsommertag gut abkühlen kann - macht, was er muss! Doch selbstredend gibt's sogar in den 00ern etliche bessere Slasheralternativen - in warm und kalt, im Schnee oder am Strand, in der Waldhütte oder auf dem Skilift.