Ein Happen zwischendurch…04.12.2023
Der Rahmen
Es war immer schon eine Warnung, wenn der deutsche Filmverleih den Filmtitel ohne Not dramatischer gestaltet, als den Originaltitel einfach zu übersetzen Hier wurde aus dem einfachen „Shut In“ ein sich an die Folterfilmwelle anbiedernder „The Terror Room“, man fragt sich, was gegen das gute Wörtchen „Eingeschlossen“ einzuwenden gewesen wäre…aber egal. Eingeschlossen ist hier die ehedem drogensüchtige Jessica in ihrer Speisekammer, derweil sich draußen im Haus die Kinder vor dem Vater und dessen pädophilem Freund verstecken. Jessica muß nun versuchen, ihre Kinder per Befehlszuruf zu schützen, aus der Kammer zu entkommen und die beiden Herren, die es nicht gut meinen, zu erledigen. Das alles geschieht unterhalb der neunzig-Minuten-Schwelle
Gucken oder nicht?
Nicht vorsätzlich
Warum?
Ach, schlecht ist der Film nicht, aber das Szenario ist schon recht eindimensional, auch wenn die Regie ihr bestes gibt, um aus der engen Speisekammer immer wieder neue Blickwinkel zu erzeugen. An sich sehen wir hier fast ein Theaterstück, welches in der ersten Hälfte noch Vergnügen macht, in der zweiten Hälfte aber arg ins Unglaubwürdige abdriftet. Da wird nach Kräften chargiert, ein halbverbrannter steht problemlos wieder auf, Jessica muß sich obendrein noch dem Dämon Meth erwehren, um dann, am Ende, einen wirklich viel zu einfachen Weg nach draußen zu finden, den sie, als Hausbesitzerin, hätte kennen müssen. Egal, es wird dennoch ein gutes Stück Spannung erzeugt, und so kann man sich den Film durchaus zu Gemüte führen, wenn er mal im Fernsehen läuft und man nichts besseres zu tun hat. Geld indes würde ich dafür nicht ausgeben…
Die Note
Kleiner Spannungsfilm mit begrenztem Spielraum, recht straff inszeniert, dennoch gerade aufgrund des Schlußviertels etwas enttäuschend, somit 6/10.