iHaveCNit: Passagiere der Nacht (2023) – Mikhael Hers – Eksystent Filmverleih
Deutscher Kinostart: 05.01.2023
gesehen am 08.01.2023 in OmU
Mal Sehn Kino Frankfurt – Reihe A, Platz 7 – 19:45 Uhr
Von den Starts des aktuellen Wochenendes war neben den sicherlich zwei größten Starts - „Operation Fortune“ und „The Banshees Of Inisherin“ - auch Mikhael Hers „Passagiere der Nacht“ ein interessanter Film, der mein Interesse und dieses nach der Sichtung auch vollkommen zurecht geweckt hat.
Im Paris der 80er-Jahre ist Elisabeth Davies nach der Trennung von ihrem Mann gezwungen, einer Arbeit nachzugehen. Sie tritt eine Stelle bei der Radioshow von Vanda Dorval an und trifft bereits nach kurzer Zeit auf die mysteriöse, faszinierende, obdachlose Talulah, die sie auch kurzerhand bei sich zuhause aufnimmt. Eine Begegnung, die das Leben von Elisabeth und vor allem ihrem Sohn Matthias auf den Kopf stellen wird.
„Passagiere der Nacht“ ist ein verträumter, nostalgischer, aber auch zeitgleich so feiner, faszinierender Film geworden, bei dem sowohl die Musik als auch die Bilder eine tolle Atmosphäre erzeugt haben. Schauspielerisch haben mir hier besonders Charlotte Gainsbourg in der Rolle von Elisabeth Davies gefallen als auch die junge Noée Abita, die der faszinierend, geheimnisvollen Talulah eine gewisse mysteriöse Aura verleiht und ihr auch eine tragische Zerbrechlichkeit mitgibt. Gerade auch, wenn es um ihre Beziehung zu Gainsbourgs Elisabeth als auch zu Quito Rayon-Richters Matthias geht. Und oft lässt der Film seine Momente einfach nur wirken und Dinge unausgesprochen eine solche faszinierende Strahlkraft entwickeln, dass man sich der Faszination des Films zwischen Träume, Selbstfindung, Wandel und dem Umbruch sowie Aufbruch schwer entziehen kann.
„Passagiere der Nacht“ - My First Look – 9/10 Punkte.