Review
von Chriz Mecklenburg
Inspektor Boullin (Christian Clavier) soll im Auftrag von Lefranc (Gerard Depardieu) einen Mordanschlag auf dem Grundstück von Tranchant (Benoit Poelvoorde) untersuchen, und den den Attentäter inkognito ausfindig machen. Dabei wird ihm die Rolle des Butlers zu getragen, die der Tollpatsch in Clouseau-Manier umsetzt.
"Mord in St. Tropez" hätte so ein nostalgisches Fest für jeden Komödienfreund werden können, denn die Zeichen standen sehr gut. Doch herausgekommen ist ein lauwarmes Sommer-Süppchen, in dem man versucht den lockeren Charme jener Jahre (1970er) aufkommen zu lassen, was durch die solide Grundprämisse und die gelackten Darsteller halbwegs interessant anzuschauen ist. Doch die Umsetzung der altbackenen Geschichte ist so langweilig, ideenlos und von der deutschen Synchro fast schon einfallslos umgesetzt worden, das es mir glattweg die Sprache verschlägt. Da hat man einen Haufen ikonischer Schauspiellegenden, die sicherlich viel mehr aus ihren Parts hätten machen können, doch die wirklich lahmen Gags, das ziemlich schlechte Timing und die zähe, vorhersehbare Story sind rudimentäre Probleme, die in anderthalb Stunden leider nicht mehr behoben werden können. Auch der legendäre Kultsong aus "Der Gendarm von St. Tropez" bekommt seine Huldigung, wobei man aber an die clowneske Klasse der Louis de Funes-Filme oder Pierre Richard-Klassiker bei Weitem nicht heran kommt, da man es an Tempo, Esprit und Geist dieser Zeit gehörig missen lässt. Dazu gehört nunmal auch eine inkorrekte Synchro ala Rainer Brandt oder Ingo Hermes, die hier wirklich Wunder bewirkt hätte. Somit eine wirkliche Enttäuschung in allen Belangen und auf allen Seiten.