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Vor tausenden von Jahren lebte ein grausamer Krieger namens Mathayus, auch Skorpionkönig genannt. Er wollte die Welt erobern, wurde aber nach einer siebenjährigen Schlacht vor Theben besiegt und seine Armee vernichtet. Er schloss einen Pakt mit Anubis, um seine Feinde zu vernichten. Anubis schenkte ihm das Leben und seine Armee, dafür gab er Anubis seine Seele.1933, gut 10 Jahre nach ihrem ersten Abenteuer, finden Rick und Evelyn O'Connell, die inzwischen verheiratet sind und einen 8-jährigen Sohn namens Alex haben, in einer Ruine das legendäre Armband des Skorpionkönigs. Doch zur selben Zeit erwecken skrupellose Anhänger den verfluchten Hohepriester Imhotep.

Erfreulicherweise kehrt nicht nur die Mumie zurück, sondern auch mit ihr alle Charaktere und Darsteller des Vorgängers. Erweitert wurde das Paket sogar noch mit der Rolle des Scorpion Kings, welche sich als Kickstarter für Dwayne Johnsons Hollywoodkarriere erwies, aber leider auch um den 8-jähringen Sohn der beiden O´Connells. Bei mir ist da dann nicht die die Frage ob, sondern eher wie tief ich das jeweilige Balg in Actionfilmen finde, nur hier kam dummerweise mal wieder eine besonders altkluge Drecksbratze heraus, dessen vorlaute Schnorre bereits nach wenigen Sekunden von mir gerne mit einer Ohrschelle belohnt worden wäre.
Ansonsten bedient man sich der 08/15 Bauanleitung von Sequels und versucht alles noch ein wenig größer, pompöser und schneller zu gestalten, was hier sogar ausnahmsweise recht gut funktioniert. Ist fast schon ein wenig seltsam, der Film schreibt das Jahr 1933, aber es gibt keine Nazis weit und breit und das wo man sich sonst doch fast überall an Indiana Jones orientiert. Ansonsten bekommen Filmfreunde aber eine actionreiche Hatz über viele verschiedene Settings mit allerlei Ägypten-Kroppzeugs wie Mumien, Imhotep, Skarabäen oder seltsamen Pygmäen geboten, das richtig Laune macht. Speziell die Szenen im Doppeldeckerbus oder in der verfluchten Oase machen da einen guten Eindruck.
Es blieb natürlich auch bei der humorvoll, locker flockigen Abenteuerunterhaltung, wie wir sie kennen und ob das riesenhafte Gesicht nun aus einem Sandsturm guckt oder eben hier aus einer Flutwelle, ist dann auch egal. Mag man den ersten Teil fühlt man sich hier schnell heimisch. Über logische Zusammenhänge sollte man zwar oftmals bloß nicht darüber nachdenken, aber es bleibt ein harmloser Spaß, bei dem im Grunde immer was los ist. Nur sollten doch bitte mal die Autoren aufhören, zwecks familienkompatibilität in jeden Blockbuster so eine dämliche Goofenrolle reinzuschreiben.
7/10

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