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Staffel 1 & Christmas Special

Als komödiantische Krimiserie funktioniert „Murderville“ in jeder Folge nach dem gleichen Prinzip. Detective Terry Seattle wird mit einem Mordfall konfrontiert und klappert die Verdächtigen ab, um Informationen zur Lösung des Falls zu sammeln. Die Besonderheit liegt darin, dass er in jeder Folge einen neuen Sidekick bekommt. Dieser besteht aus irgendeinem Promi, der allerdings (im Gegensatz zum Rest) das Skript nicht kennt. Aus diesem Umstand bezieht die Serie ihren Reiz, denn aufgrund dieses Konstrukts müssen die Promis improvisieren und am Ende eine Auflösung bieten.

In der ersten Staffel mit insgesamt sieben Folgen trifft man so auf Conan O'Brien, Marshawn Lynch, Kumail Najiani, Annie Murphy, Sharon Stone und Ken Jeong. Weiterhin bekommt man noch das Special „Who Killed Santa?“ mit Jason Bateman, Maya Rudolph und Pete Davidson. Aufgrund der unterschiedlichen Gäste sind auch die Folgen schwankend im Spaßfaktor. Das Konzept selbst wird jedes Mal auf's Gleiche durchgezogen, die Promis machen ihre Sache dabei mal mehr (Jeong), mal weniger (Stone) unterhaltsam. Anschauen kann man sich aber alle Folgen gut und sei es nur um zu sehen, wie Person XY mit den Situationen umgeht, Humor beweist oder eben am Ende richtig liegt. Will Arnett als Detective leitet immer die Ermittlungen und ist eine Type in der Mischung witzig und beknackt, letztlich hält er die Folgen aber immer am Laufen und ist die zentrale Figur. Arnetts Flexibilität ist bei dem manchmal stockenden Fluss sehr hilfreich. Dabei lässt er den Gästen aber immer genug Raum – sofern diese ihn ausfüllen können. Denn nicht alle Trainees liefern gleich gut ab.

Das Ganze ist abgeschlossen, der geäußerte Verdacht wird geprüft, sodass am Ende jeder Folge das Ergebnis klar ist. Auch wird die Auflösung erklärt, es werden die Hinweise aufgezeigt und so gibt es für's Publikum am Ende immer die Gewissheit, wer warum den Mord begangen hat. Das Schöne daran ist, dass man als Zuschauer mitraten kann. Die Hinweise ergeben sich immer in den Gesprächen mit den Verdächtigen und dem Aufsuchen des Tatorts. Das erwähnte Weihnachtsspecial kommt dann als Doppelfolge daher und hat einige sehr witzige Szenen am Start, mit Jason Bateman und Maya Rudolph bewies mein ein glückliches Händchen, die Auflösung läuft dabei eher unorthodox ab.

„Murderville“ ist mit seiner Impro-Komponente und der (abseits des Specials) überschaubaren Laufzeit von 30 Minuten ein spaßiger Comedy-Happen. Der Unterhaltungsfaktor ist dabei meist hoch, hängt aber auch vom jeweiligen Promi ab. Insgesamt macht das Konzept Laune, lädt zum Miträtseln ein und weitere Folgen wären eine feine Sache.

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