Nette Beziehungskomödie mit Ben Stiller und Jennifer Aniston in den Hauptrollen.
Story:
Reuben Pfeffer (Ben Stiller) arbeitet als Versicherungsmakler bei einer großen Gesellschaft und plant sein Leben fast schon minutiös. Da er jedem Risiko möglichst aus dem Weg gehen will, denkt er auch, dass eine Hochzeit mit seiner langjährigen Verlobten Lisa die beste Lösung ist. Doch schon in den Flitterwochen sieht die Sache ganz anders aus, denn Lisa kann sich nicht so recht mit diesem Leben abfinden und treibt es mit einem Tauchlehrer. Frustriert flüchtet sich Reuben wieder ein seine Arbeit, als er auf einer Party zufällig seiner alten Schulkameradin Polly Prince (Jennifer Aniston) über den Weg läuft, die als Kellnerin arbeitet. Nach dem ersten Abendessen kann sich Reuben noch nicht so recht damit anfreunden, eine nähere Beziehung mit Polly einzugehen, da die beiden einfach zu unterschiedlich sind. Doch nach und nach erkennt er, dass ein Leben mit Polly vielleicht doch gar nicht so schlecht wäre.
Ben Stiller spielt wieder seine gewohnte Rolle als charmanter Trottel, der in die unmöglichsten Situationen gerät. Leider darf er hier nicht wie gewohnt zu Hochform auflaufen, denn viele der Gags sind eher harmlos als derb, was auch die niedrige Altersfreigabe erklärt. Es gibt zwar ein paar Slapstick-Einlagen wie die Überflutung der Toilette oder das Basketballspiel, aber insgesamt präsentiert sich der Humor wesentlich gezügelter als beispielsweise bei "Meine Braut, Ihr Schwiegervater Und Ich".
Schade eigentlich, dass so sehr auf den Mainstream geschielt wurde, denn Potential besitzt die - zugegenermaßen nicht unbedingt innovative - Story durchaus, es wurde meines Erachtens nur zu wenig daraus gemacht. Jennifer Aniston darf die flippige, unangepasste Freundin spielen, eine Rolle, die sich nicht zu sehr von ihrer "Friends"-Figur unterscheidet. Vielleicht fehlt aber auch nur ein gleichgewichtiger Comedy-Partner für Stiller, wie Vince Vaughn oder Owen Wilson, der zusätzlich für Lacher sorgen könnte. Zwar darf Philip Seymour Hoffman als Sandy Lyle auftreten, er hat aber zuwenig Screentime und auch nur eine handvoll brauchbarer Gags.
Fazit: Bestimmt kein schlechter Stiller-Film (diese Ehre gebührt nach wie vor uneingeschränkt "Zoolander"), er zeigt hier aber nur einen Teil seines Könnes und darf nie so aufdrehen, wie er es in "Meine Braut..." oder anderen Filmen tat. Für zwischendurch auch aufgrund der Länge aber durchaus mal geeignet.
7 von 10 Punkten