Review

Mittelprächtiges aus Südafrika…08.12.2022

Der Rahmen

Auf diesen Film habe ich mich gefreut, weil ich schon mehrmals in Kapstadt war, ich hoffte also neben einer soliden Story, Action und Spannung auch auf Landschaftsbilder. Tja, getäuscht. Stattdessen sehen wir eine im Verlauf der Geschichte immer komplizierter werdende Geschichte rund um den Feuerwehrmann Theo, der an PTBS leidet und nun auch noch verdächtigt wird, seine Frau umgebracht zu haben. Es gelingt ihm, aus den Fängen der Polizei zu flüchten, doch während er sich dranmacht, die Hintergründe zu klären, versuchen gedungene Killer ihm ans Leben zu gehen…und am Ende dann muß der Finsterling ins Gefängnis, Theo darf mit seinem Sohn eine schöne Zeit haben. Wir aber haben ab Minute 80 das Interesse verloren.

Gucken oder nicht?

Kann ich nicht empfehlen, in allen Belangen durchschnittlich.

Warum?

Filme mit Verschwörungstheorien und geheimnisvollen Hintergrundorganisationen sind generell mein Fall. Wichtig dabei ist es, eine plausible Geschichte zu erzählen und vor allem nicht immer wieder neue Fährten auszulegen, sondern die Sache auf den Punkt zu bringen. Hier will die Regie einfach zu viel. Man hält sich zu lange mit der PTBS-Geschichte auf, bringt noch eine Psychologin ins Spiel, später dann den Verteidigungsminister, und Theo ist nicht nur ein guter Feuerwehrmann, sondern kann auch noch prima zuschlagen. Warum wieso weshalb? Wir wissen es nicht, es paßt halt ins Geschehen. Und so läuft der Film vor sich hin, ohne wirklich spannend zu werden, es gibt auch keine herausragenden Actionszenen, in Summe also ein klarer Fall von gewollt und nicht gekonnt. An den Darstellern liegt es nicht, es ist allein das Drehbuch das zu lahm ist, um wirklich zu fesseln.

Die Note

Es hätte ein guter Film werden können, Laufzeit 90 Minuten, wenig Vorgeschichte, mehr Flucht – so aber viel Gefasel, Alkohol und tristes Geschau - 5/10.

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