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Im Mittelpunkt von Girls Girls Girls, oder wie die Finnen sagen: Tytöt tytöt tytöt, stehen drei finnische Teenagerinnen. Mimmi (Aamu Milonoff) & Rönkkö (Eleonoora Kauhanen) sind beste Freundinnen & arbeiten nach der Schule in einer Smoothie-Bar, wo auch Emma (Linnea Leino), eine ehrgeizige Eiskunstläuferin, die hart für die anstehende Meisterschaft trainiert, oft rumhängt. Bei einer Party kommen sich Mimmi & Emma näher & die heterosexuelle Rönkkö (ich liebe ihren schrägen Humor) sucht was für die Kiste.

Eine richtige Geschichte gibt es hier nicht, was wohl mit ein Grund dafür ist, dass sich der Streifen von Alli Haapasalo sehr "echt" anfühlt. Wir sind dabei, wenn die Mädels abhängen, tanzen, rumalbern, quatschen, sexuelle Erfahrungen sammeln & Scheiße bauen, also das, was man(n) bzw. hier eben frau als Teenager so tut. Die Gefühlsspanne reicht dabei von wahnsinnig glücklich bis völlig verzweifelt, vom Hochgefühl des Verliebtseins bis zur Am-Boden-Zerstörtheit nach einem blöden Fehler (oder, im Falle von Rönkkö, der irritierenden Lustlosigkeit).

Die Figuren sind klasse gespielt & die emotionalen Momente kommen gut, einmal sogar mehr als das, als Mimmi vor ihren Gefühlen Schiss bekommt, bewusst eine Arschlochnummer schiebt & etwas später dann als Häufchen Elend bei der Polente hockt. Das alles ist jetzt nicht wirklich originell, aber Haapasalos Gespür für die Jugend (& ihre Wünsche, Träume, Probleme, etc.) sorgt dafür, dass man gerne Zeit mit den Mädels verbringt & an die eigene Jugend zurückdenkt. Und wenn man die Teenies so sieht, da hatte ich bald das schöne Gefühl, dass für die Zukunft doch noch nicht alles verloren ist.

7,5/10

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