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Im See einer texanischen Kleinstadt tötet ein Bullenhai eine Schwimmerin. Der Bürgermeister will das wegen des Tourismus und der bevorstehenden Wahlen unter dem Deckel halten und der Sheriff hilft ihm. Nur Wildhüter Spencer nimmt die Jagd auf.


Low-Budget-Filmchen von Brett Bentman, der vor Ort am Lake Ray Roberts in Texas gedreht wurde, was aber eigentlich nicht von Bedeutung ist. Dafür ist schon von erheblicher Bedeutung, dass es sich hier um den ersten Teil einer Trilogie handelt. Nur hat die weder Hai noch Mensch gebraucht.

Hauptdarsteller Thom Hallum kommt als alkoholkranker Spencer gar nicht mal so unsympathisch rüber und Billy Blair als Loser Nolan macht sogar Spaß und versagt im Gegensatz zum Rest nicht völlig als Darsteller. Die Figuren bleiben aber so flach wie das Wasser, in dem der titelgebende Bull Shark angeblich schwimmen soll, denn das reicht bisweilen gerade mal bis an die Knie, schaut bei einer Unterwasseraufnahme aber aus wie 2-3 m. Der schmierige Bürgermeister und sein schleimiger Sheriff sind reine Klischee-Abziehbilder und erfüllen nur den Zweck, die bereits hundert mal durchexerzierte Klischee-Story vom Politiker, der wegen Wahl/Tourismus/Sportereignis die Gefahr unter den Teppich kehrt, erneut zu zelebrieren, nur eben mit dem “Megatwist” eines Hais, der in einem Süßwassersee seine Häppchen genießt und übrigens eher wie ein großer Weißer ausschaut. Da war bestimmt wieder ein CGI-Praktikant am Werk.

Der Einstieg sieht erstmal trotz deutlicher Digital-Optik noch ganz nett aus, doch recht schnell schleicht sich Dank endloser Dialoge über Vertuschung und Familienproblemen Langeweile ein, denn Action ist Fehlanzeige, der Hai taucht nur selten auf, wobei der für eine solche Produktion sogar noch brauchbar ist. Aber den Attacken fehlt es an Biss, hier ist nichts bedrohlich oder gar ein bisschen blutig, alles ist zahnlos und zahm. Das Finale mit C4 ist dann auch noch überaus lächerlich, was dem Ganzen letztlich den Rest gibt.



Zu viel Geschwafel, zu wenig Blut, zu billig und träge. Dieser Haifisch hat keine Zähne, aber es reicht dennoch für eine Trilogie, was ja eigentlich schon fast ein wenig dreist vom Macher ist. Reicht nicht mal für die Trash-Liste.

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