Wirkt wirklich
„F/X 2“ lässt unseren liebsten Guru für Spezialeffekte genau da weitermachen, wo er in Teil 1 aufgehört hat. Okay, nicht ganz, dem Filmgeschäft hat er etwas den Rücken zugekehrt. Doch in Sachen Tricks, Technik und Toupets hat er es noch immer drauf. Nun ist er eher für Spielzeugmagie verantwortlich. Doch durch den Ex seiner Partnerin soll er wieder mal einen Spezialeffekt basteln, um einen Killer zu fassen - was auch ihm und jeden, den er kennt, ins Fadenkreuz setzt…
„F/X 2“ wiederholt wie in der Branche damals gängig mehr oder weniger die Storybeats des Originals, setzt hier und da etwas Käse obendrauf. Vor allem der fern- und körpergesteuerte Roboter mit der roten Mähne bleibt im Gedächtnis. Immer noch alles durchaus unterhaltsam, selbst wenn die Überraschungseffekte kleiner ausfallen. Auf den Leading Man kann man sich weiterhin verlassen, definitiv ein Gesicht, das im Gedächtnis bleibt. Hier muss er die ganze Chose auch nicht mehr alleine stemmen, teilweise fast in die Richtung von Buddy-Action. Rachel Ticotin hechelte man damals immer gerne hinterher, von „Total Recall“ bis „Con Air“. Und das Budget wirkt ein gutes Stück höher, die Spielereien zahlreicher und die Kurven der Geschichte zackiger. Selbst wenn Part II insgesamt doch minimal unterliegt. Irgendwie hätte ich dennoch sogar einen „F/X 3“ mit Computereffekten als Oberthema gerne gesehen. Da war noch was drin.
Fazit: solide Ergänzung und Fortführung - coole Effekte, verlässliche Leads, noch in den 80ern stecken geblieben. Etwas käsiger als sein Vorgänger. Was nichts Negatives sein muss. Unterhaltsam und trickreich.