Review

Staffel 1 - 6/10

Staffel 1


Halber Mond, ganzer Held?

Die neueste Serie auf Disney+ namens „Moon Knight“ weitet das MCU ins alte sowie neue Ägypten aus und lässt einen einfachen Giftshopverkäufer mit gespaltener Persönlichkeit zu einem Ritter ikonischer ägyptischer Gottheiten werden. Immer zwischen Dunkelheit und Heldentum, Wahnsinn und Herz, Diesseits und Jenseits, Wüste und Bodennähe. Leider kann das exotische Setting nicht ganz durch alle sechs Folgen seine vollmundigen Versprechen einlösen…

Treibsand
— sauschlechte CGI zum Teil 
— Regieart (Benson & Moorhead) kommt zu wenig raus 
— zu viele Nebenschauplätze & Subplots
— schwacher Bösewicht 
— letzte Folge wirkt generisch wie chaotisch 
— ägyptisches und erfrischendes Setting wird nur teilweise gut genutzt
— in den schlimmsten Momenten „Gods of Egypt“-Vibes
— kaum bis gar keine Connections zum MCU
— Score unauffällig 
— einige Überraschungen und Möglichkeiten werden zu schnell wieder ziehen gelassen (Stichwort: Irrenanstalt)
— hätte für meinen Geschmack mehr ins Horrormetier schiffen können 
— Kampfchoreos unterwältigend
— man sieht zu wenig vom schönen Kairo 

Sandkasten
+ Oscar Isaac ist (doppelt) Gold! 
+ grundsätzlich interessante Mythologie 
+ After Credit-Szene sehr interessant 
+ weitere weibliche (und erste arabische!) Superheldin
+ Indy-Vibes
+ einige lustige Falltüren und Abzweigungen 
+ manchmal kommt der typische Style der Regisseure raus
+ Moon Knight ist grundsätzlich eine coole, vielseitige Figur 
+ erstaunlich tiefgreifende, ernste und psychologische Themen (werden zumindest angeschnitten)
+ Doppelrolle hat seinen Reiz
+ beide Figuren sehr unterschiedlich und gut auseinander zu halten
+ Humor sitzt meist gut 

Fazit: interessante Mythologie und ein wie immer bravuröser, Sau sympathischer Oscar Isaac können es nicht ganz verhindern - „Moon Knight“ ist ein ziemlich chaotischer und oberflächlicher Tiefpunkt des MCUs bisher. Aber immer noch locker guckbar. Zumindest für Fans. (6/10)

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