Review

Ein Kindermädchen geht auf Menschenjagd...

Anfangs wirkt Camilla natürlich wie eine zuverlässige Babysitterin die sich liebevoll um den kleinen Jungen kümmert und der man vertrauen kann. Einmal beschützt sie das Kind im Wald sogar vor 3 bad Guys die sie mit einem Messer bedrohen. Man denkt Camilla sei eine von den Guten, doch selbstverständlich versucht William Friedkin den Zuschauer nur auf eine falsche Fährte zu locken, was nicht funktioniert.

Ich habe am Anfang vermutet das Camilla einfach nur ein durchgeknalltes Kindermädchen ist das irgendwann anfängt drauflos zu morden. Zu Beginn sieht "The Guardian" wie ein ganz normaler Psychothriller aus. Ich weiß auch nicht, irgendwie musste ich an "The Stepfather" denken.

Dann hält Friedkin allerdings eine böse Überraschung für uns bereit. Camilla ist keineswegs ein verrücktes Mädchen das auf Kinder aufpasst und irgendwelche Leute killt, sie ist nicht mal ein richtiger Mensch. Außerdem wird klar warum Camilla ihr Leben für den Jungen aufs Spiel gesetzt hat: Sie braucht ein Menschenopfer, und zwar ein Baby. Der Kleine ist perfekt...

Der Film beginnt recht lahm und braucht seine Zeit um in Fahrt zu kommen. Zum Glück ist das Ganze nicht allzu langweilig, obwohl "The Guardian" zu keinem Zeitpunkt richtig zu fesseln vermag. Der Film ist gut ansehbar, aber halt nur bedingt spannend. 

Was mich wirklich überrascht hat waren die blutigen Effekte. Wer denkt bei einem Film mit dem Namen "Das Kindermädchen" denn bitte schön an Blut? Außerdem hielt sich Regisseur Friedkin bei "Der Exorzist" ja sehr zurück was Kunstblut anging. Bei "The Guardian" beweist er das er auch anders kann. Der Bodycount ist zwar nicht besonders hoch, um mal einbisschen zu untertreiben, denn im Grunde kann man die Toten hier an 3 Fingern abzählen, wenn aber mal jemand stirbt fließt ordentlich Blut und es werden sogar Körperteile abgetrennt. Das soll jetzt allerdings nicht heißen das man "The Guardian" aufgrund seiner blutigen Effekte gucken soll, das sicher nicht. Die Story steht hier ganz klar im Vordergrund. Ich wollte die Sache mit dem Blut nur kurz angemerkt haben.

Fazit: "The Guardian" bietet nette Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger.

Details
Ähnliche Filme