iHaveCNit: Evil Dead Rise (2023) – Lee Cronin – Warner
Deutscher Kinostart: 27.04.2023
gesehen am 27.04.2023 in Dolby Atmos
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 1 – Reihe 14, Platz 25 – 20:15 Uhr
Mit dem 1981 erschienenen „The Evil Dead“ bzw. „Tanz der Teufel“ hat Regisseur Sam Raimi eine Kultinstanz des Horrorkinos geschaffen, aus der eine Trilogie hervorgangen ist, die natürlich vor knapp 10 Jahren eine Neuverfilmung von Fede Alvarez sowie auch eine Serie hervorgebracht hat. Nun schickt sich Regisseur Lee Cronin mit dem neuen „Evil Dead Rise“ einen weiteren Eintrag in dieser Filmreihe zu etablieren – und was für ein Eintrag dieser Film ist.
Beth besucht ihre ältere Schwester Ellie und Ellies Kinder in einem heruntergekommen Hochhaus in Los Angeles. Bei einem Erdbeben kommt es zu einem Erdriss im Keller des Hochhauses, bei dem der Sohn von Ellie Danny ein geheimnisvolles Buch und alte Schallplatten entwendet, die er unvorsichtigerweise dann auch mal untersucht. Dabei werden dämonische Kräfte freigesetzt, die für die Familie zu einem Kampf ums Überleben führen.
„Evil Dead Rise“ nutzt sowohl inszenatorisch als auch erzählerisch einige Details der Filmreihe, ohne in pure Nostalgie und Selbstreferenz auszuarten. Mit seinen 97 Minuten geht der Film direkt vom Start bis zum Ende in die Vollen, er hält sich nicht großartig mit dem Aufbau seines Settings auf, es bleibt alles sehr rudimentär, aber durchaus bekommen wir alle absolut notwendigen Informationen geliefert, damit wir gut abgeholt sind und auch das im Film integrierte Familiendrama fühlen und nachvollziehen zu können. Der Film geht mit einer brutalen, effektiven, blutigen, kreativen und teilweise auch ekelerregenden Konsequenz vor, die durchaus mit zu dem visuell brutalsten gehört, dass wir dieses Jahr auf der großen Leinwand erleben können, die koreanische Schlachtplatte „Project Wolf Hunting“ mit inbegriffen. Der Film nimmt dort keine Gefangenen und hat mich dort auf ganzer Linie überzeugen können.
„Evil Dead Rise“ – My First Look – 9/10 Punkte.