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Alleinerziehende Tätowiererin mit riesiger sieben Zimmer Wohnung, einer Klimaaktivisten-Tochter und einem Sohn mit gigantischem DJ Equipment und Plattensammlung zerfleischen sich gegenseitig nach Stromausfall und dem Fund des Necronomicons in einem ehemaligen Banktresor, der sich zufällig nach einem Erdbeben im Parkhaus des alten Art Deco Gebäude aufgetan hat.

Dem Film fehlt jedes Gefühl für Tempo und das Evil Dead Franchise, die Charaktere sind durchgehend unsympathisch und unglaubwürdig. "Beth" als weiblichem Ash fehlt jede Coolness, die Sprüche wirken abgedroschen und uninspiriert. Mal abgesehen davon, dass auch die Familie selbst und ihr ganzes Umfeld unrealistisch wirkt - außer für Hollywood Regisseure der Oberschicht vielleicht, ist auch der Versuch gescheitert Evil Dead in die Großstadt zu verlagern. Diesen Versuch retten auch zwei-drei passable Splatterszenen nicht, die ohnehin durch den CGI Overload irgendwann zum Selbstzweck mutieren. Es fehlt dabei jeglicher Charme und Esprit der Reihe.

Dass dann auch noch auf oberflächlichste Art und Weise versucht wird dem Film durch eine schlecht konstruierte innere Zerwürfnis mit der nahenden Mutterrolle Tiefe zu verleihen, schlägt dem Fass eigentlich den Boden aus. Überlasst das doch bitte großen Arthouse-Horrorfilmen wie "Babadook" und "Hereditary". Evil Dead ist da die falsche Spielwiese für euch.

Alles in allem anknüpfend an einige belanglose Versuche der jüngeren Vergangenheit (TCM, Halloween Kills) Franchises am Leben zu erhalten eine herbe Enttäuschung und ein Film, den die Horrorwelt schnell vergessen haben wird.

3/10

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