Zuweilen haut die Billigfilmschmiede Asylum recht kurzweilige Katastrophenfilme heraus, wenn die schlichte Ausstattung einem ordentlichen Erzählfluss gegenüber steht. Bestenfalls.
Doch Regisseur Maximilian Elfeldt hat bislang jedes seiner Werke in den Sand gesetzt und macht auch bei dieser Variante von H.G. Wells keine Ausnahme.
Nachdem zahlreiche Meteoriten niedergegangen sind, gerät Cyber-Spezialistin Ash in die Bredouille, zumal ihr Gatte als Soldat im Einsatz soeben ums Leben gekommen ist. Gemeinsam mit ihrem Sohn Lucas kämpft sie sich durch die Alien-Invasoren, bis sie auf eine Gruppe von Überlebenden treffen. Sie wird von eben jenem General angeführt, der ihren Mann zum Himmelfahrtskommando beorderte…
Es geht schon damit los, dass die Meteoriten von den Figuren als Asteroiden bezeichnet werden, der General in Form von William Baldwin einen ungepflegten Bart und eine Igelfrisur trägt und so aussieht, als hätte er drei Wochen am Stück gesoffen und der Score sogleich lospoltert, als würde er direkt den Showdown einläuten. Bemüht klingt er ja.
Aufgrund der minimalen Inszenierung fällt die Invasion natürlich recht lokal aus, weltweite Konsequenzen werden erst gar nicht bebildert. Die Tripoden, also, die teils haushohen Kampfroboter sind noch einigermaßen passabel gestaltet, diverse Raumschiffe können sich ebenfalls sehen lassen, doch bei zerstörten Gebäuden und Feuer, nebst Explosionen versagen sämtliche CGI, zumal Greenscreen an allen Ecken und Enden durchschimmert.
Trash kann natürlich lustig sein, doch hier findet sich beileibe kein Grund zum Abfeiern, was nicht zuletzt an den drögen Charakteren und den damit verbundenen, größtenteils irrationalen Verhaltensweisen liegt. Trotz zwei parallel ablaufender Handlungsstränge (normalerweise werden bei Asylum drei bis vier bemüht) entsteht kaum Abwechslung, Spannung kommt ebenfalls kaum auf. Man freut sich allenfalls, dass der oben erwähnte Soldat, Achtung, festhalten, Jutta heißt. Mit Vornamen wohlgemerkt.
Ansonsten dürfte es wohl die bis dato schlechteste Umsetzung von „Krieg der Welten“ sein, bei der selbst die Mimen nahezu alle unterdurchschnittlich performen und auch Baldwin nicht mal mehr als Schatten seiner selbst durchgeht. Die wenige Action rettet vor dem absoluten Bodensatz.
3 von 10