Review

Zuweilen ist es hilfreich, Figuren an exotisch anmutenden Schauplätzen nicht zu synchronisieren, um eben jenes Flair zu verstärken. Schwierig wird es jedoch, wenn sich Menschen oft minutenlang auf koreanisch, japanisch oder chinesisch unterhalten. Da kann das Interesse an einen ohnehin nicht mehr als mittelmäßigen Film zwischendurch schon mal deutlich schwinden.

Der ehemalige Staatsanwalt Han Ji-hoon erhält einen Spezialauftrag: Er soll die hiesige südkoreanische Undercover-Einheit durchleuchten, welche unter der Führung von Kang-In nicht immer mit legalen Methoden vorgeht. In Shengyang, im Nordosten Chinas spitzt sich die Situation unter feindlichen Agenten zu und Han wird zum Spielball zwischen den Fronten…

Die Rücksichtslosigkeit des titelgebenden Yakshu, wie Kang-In auch genannt wird, untermauert bereits der Einstieg, als er nach einer Verfolgungsjagd einen Maulwurf eliminiert. Han ist hingegen ein typischer Anzugträger, der zwar Grundtechniken von Judo beherrscht, jedoch in prekären Situationen oftmals überfordert ist. Aus diesem Umstand formt die Geschichte allerdings deutlich zu wenig, etwa, als Han aufgrund seiner Höhenangst den Anschluss an die restliche Truppe zu verlieren droht.

Inhaltlich ist der Stoff zuweilen unnötig verworren verpackt, obgleich er im Grunde eine relativ simple Prämisse verfolgt, - spätestens wenn es um eine Liste von Doppelagenten geht, was man von unzähligen anderen Spionagefilmen kennt. Zudem wirken die Figuren abgesehen von den beiden Hauptcharakteren reichlich schablonenhaft, während die eine oder andere Nationalität in ein wahrlich schlechtes Licht gerückt wird.

Bleiben folglich noch einige Actionszenen, doch diese fallen bis auf die Einstiegsszene nicht sonderlich spektakulär aus. Es gibt einige Schusswechsel ohne übermäßiges Blutvergießen, ein paar Kloppereien ohne akrobatische Martial Arts und einige Explosionen, denen zumindest eine ordentliche Wucht anhaftet. Leider ist die Action insgesamt rar gesät, was hinsichtlich der viel zu langen 125 Minuten Laufzeit umso negativer ins Gewicht fällt.

Zwar performen die Darsteller weitgehend zweckdienlich, die Kulissen der Großstadt schüren zuweilen eine taugliche Atmosphäre, doch Hochspannung will sich bei alledem nicht einstellen, was der eher lahme Showdown mehr als deutlich untermauert.
Nicht nur das Ende deutet auf mögliche Fortsetzungen hin, doch angesichts austauschbarer Zutaten könnte man darauf locker verzichten.
5 von 10

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