Die Freunde Hunter (Adrian Greensmith) und Kevin (Jaeden Martell) wollen mit ihrer Metal-Band den Wettbewerb an der Schule gewinnen. Den beiden Außenseitern stehen da aber noch ein paar Dinge im Weg. Die Position am Bass ist unbesetzt. Kevin kennt nur ein Mädel (Isis Hainsworth), das Cello spielt. Und Hunter legt sich einfach mit jedem an.
Musikalisch gibt’s die üblichen Verdächtigen, ohne das abfällig zu meinen. Aber Metallica, Black Sabbath, Pantera & Co. haben einen relativ hohen Bekanntheitsgrad. Positiv zur Kenntnis genommen, dass aber auch eine Band wie „Zeal & Ardor“ (mit „Trust No One“) hier zum Zuge kommt.
Immerhin ist die Konzentration hoch, vieles wird angespielt, die von mir geliebten Mastodon sogar mehrfach. Härter wird’s aber nicht, sowas wie Cannibal Corpse oder manch berüchtigte Black Metal – Kapelle gibt’s hier leider nicht. Man bleibt überwiegend in der Ecke von Heavy und Thrash, was für so einen Film auch in Ordnung ist. Dafür schauen auch mal Scott Ian oder Rob Halford vorbei, was eine nette Idee ist. Das Zitieren funktioniert also soweit ganz gut.
Was weniger funktioniert, ist die Mixtur aus Komödie und der Verarbeitung der ernsteren Untertöne. Da rutscht „Metal Lords“ unentschlossen hin und her, will witzig sein, ist es auch, will aber ebenso psychische Erkrankungen, eine Liebesgeschichte, Mobbing etc. verarbeiten. Das führt letztlich dazu, dass viel drin ist, aber nichts so richtig. Da wäre ein gesetzter Schwerpunkt in eine Richtung, bevorzugt in die der Komödie, wünschenswert gewesen. Zudem krankt auch „Metal Lords“ an einer Formelhaftigkeit, sodass der Verlauf der Geschichte keine Überraschungen bereithält. Und dass am Ende den Gig alle abfeiern … aber sicher doch. Geschrieben wie in den 80ern / 90ern, zerfurcht durch die heutzutage routiniert eingeflochtene Schwere. Geht für mich hier leider nicht auf.
Immerhin wird all dies von einem sympathischen Cast präsentiert, das Haupttrio spielt seine Charaktere lebendig mit einer starken Performance.
„Metal Lords“ ist insgesamt eine unterhaltsame Angelegenheit, insbesondere für Anhänger der härteren Musik. Aber auch nicht frei von Fehlern, insbesondere einem unspannenden Verlauf und einer Unausgeglichenheit in der Tonalität. Trotzdem eine Sichtung wert, die Pommesgabel zeigt nach oben.