Review

Kaufhauskillerklappspaten

Ich liebe Slasher. Vor allem „Slasher in Kaufhäusern“. Hinter „Slasher in Feriencamps“ und „Slasher in Vorstädten“ ein absolut klassisches Schlachtfeld dieser Gattung. „Hide & Go Shriek“ ist ein weiteres Gem dieser doch sehr speziellen Nische. Aber auch „Phantom of the Mall: Eric's Revenge“ kann zwischen Hollisters und Wendys mit viel Blut, kreativen Kills und einem fiesen, klassischen Psychopathen punkten…

We're the Flicks in America - oho! 

„Phantom of the Mall“ atmet sein Setting und sein Jahrzehnt, er bietet durchaus brutale Kills (vom Gabelstapler bis zum Ventilator, von der Armbrust bis zur Machete), nackte Tatsachen live aus der Damenumkleide und sehr süße Leading Ladies. Plus Dauerwellen, dumme Dreibeinerdämlacks und die gewisse Kaufhausklaustrophobie. Also mehr als genug um hier als Slashergroupie nicht allzu hungrig ins Bett zu gehen. Zwischendurch ein wenig konfus und mit plötzlichen Traum-, Gewalt-, Rückblick und Sexszenen gestreckt - aber dafür ist man doch gekommen, oder? Schauwerte, Synthpop, Schauder, Safttüten. Hier laufen die 80er nochmal auf Hochtouren. Ohne Punkt, Reue oder Peinlichkeitsgefühl. Im Damals, Dort und Moment. Und das ist gut so. Feuchtfröhliches Freitagabendbierfilmchen, das seinen Zweck erfüllt. Zumindest wenn man ein Herz für Schlitzer hat. Eine echte Seifenoper. Flache Figuren und scharfe Gegenstände. Rolltreppengore. Luftschächte voller Leichen. Und Ken Foree kannte sich in Kaufhäusern voller Toter ja eh schon aus. 

Narben & Nikes

Fazit: Slasher trifft Kapitalismus, Käse trifft Argento, „Phantom der Oper“ trifft „Chopping Mall“ oder „Intruder“. Schön daneben. Zwischen Neonreklame, Kreditkartencollage und zu dunkel gefilmt. Dennoch gut genug und nicht lahm. 

Details
Ähnliche Filme