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Kein Massenprodukt wie "Vikings", mehr eine archaische, nüchterne und kunstvolle Interpretation des Wikinger-Mythos. Inszenatorisch war der Film nicht schlecht, gefallen hat mir das Drehbuch aber nicht. Auch den wortkargen Hauptdarsteller fand ich ziemlich öde, kein guter Schauspieler! So fehlt es dann auch etwas an Spannung, das finale Gemetzel ist extrem kunstvoll und zurück bleibt ein ungutes Gefühl. Für einen klassischen Abenteuzerfilm war mir das zu wenig, um gut unterhalten zu werden, in künstlerischer Hinsicht dann auch wieder zu wenig. Das hat der "Green Knight" besser hinbekommen.
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Ein vor Blut nur so triefendes Historien-Meisterwerk, das manche Filmfreunde ausgemacht haben wollen, konnte ich hier nicht entdecken - sehr wohl aber ein schön ruppiges, uriges Mini-Gemetzel auf grünen Inseln und den bislang besten Beitrag dieses Regisseurs, nachdem mir die Nummern mit dem Leuchtturm und der Hexe nicht zugesagt haben. Mit seinem ungeschminkten, nicht zimperlichen Blick auf ein finsteres Zeitalter in Verbindung mit den überwältigenden Naturaufnahmen und der oft aufpeitschenden Stampfmusik dürfte THE NORTHMAN all jenen gefallen, die schon die Serie VIKINGS mögen oder sich regelmäßig auf Mittelaltermärkten rumtreiben, wo Dudelsack gespielt wird und sich ein ganzes Schwein am Spieß dreht. Ich würde den Streifen von der Qualität und vom Splattergehalt her unter Mel Gibsons BRAVEHEART einordnen, mehr so auf dem Level von dessen APOCALYPTO.