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IRMA VEP ist ein ehrlich gemeintes Statement über den Zustand der französischen Filmindustrie und deren - auch im eigenen Land - im schwerer werdenden Stand gegenüber den alles überrollenden US-amerikanischen Popcornblockbustern. Es ist gleichzeitig auch die Geschichte eines exzentrischen Regisseurs, der ein Stück Kunst auf Zelluloid bannen will, eine klare Vision hat und mitansehen muss, wie ihm das Projekt schließlich entrissen und von anderen Leuten verhackstückt und letztlich völlig ruiniert wird. Der (einzige) Hingucker ist natürlich Maggie Cheung in ihrem hautengen Catsuit. Allerdings bekommt Latex-Maggie weder im Film-im-Film noch außerhalb sonderlich viel zu tun, denn es handelt sich ja schließlich um ein Arthouse-Drama und nicht um einen poppigen Superheldinnenactioner. IRMA VEP ist phasenweise selber etwas dröge und gekünstelt - genauso wie er es dem landeseigenen (Autoren-) Kino anlastet.

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