Handlung:
Tinja ist 12 Jahre, Turnerin und lebt in Finnland. Ihre Mutter ist Influencerin und will allen die perfekte Familie in ihrem Blog präsentieren. Tinja leider zwar sehr unter dem Druck, ihrer Mutter gefallen zu wollen, gibt sich aber stets alle Mühe.
Kurz nachdem es zu einem Vorfall mit einem Vogel gekommen ist, entdeckt Tinja ein mysteriöses Ei. Sie brütet dieses aus und kümmert sich dann um das schlüpfende Wesen, dass sie Allie nennt.
Doch dass Allie immer mehr von Tinjas unterdrückten Gefühlen beeinflusst wird, wird schnell zum Problem.
Meinung:
Coming of Age Geschichten und Horror gehen immer gut Hand in Hand. Bei Hatching gilt das ebenfalls, wobei Hatching recht speziell daherkommt.
Das "Großziehen" von Allie ist dafür ein perfektes Beispiel. So füttert sie zum Beispiel das Wesen, wie Vögel ihren Nachwuchs halt füttern. Auch dass Allie immer mehr zu einer Art Doppelgänger von Tinja wird ist im Kontext sinnvoll, aber trotzdem recht weird.
Dementsprechend gibt es natürlich auch eine gewisse Portion Body Horror. Wenn Allie die unterdrückten Gefühle von Tinja auslebt, kommen auch einige klassische Horrorszenen dazu. Wobei der größte Horrorpart in meinen Augen das Familiengefüge, insbesondere die egozentrische, komplett furchtbare Mutter ist.
So oder so ist der Film eine gute Mischung aus diesen Elementen und befasst sich auf sehr interessante Weise mit Themen wie unterdrückter Gefühle, elterlichem Erwartungsdruck oder "Masken", die wir für andere Aufsetzen.
Einziger Wehrmutstropfen ist, dass die Darsteller bzw. die Synchro nicht immer vollkommen überzeugen.
Kurzum:
Guter und cleverer Coming of Age Drama/(Body-)Horror-Mix der auch "Nicht-Kritikern" durchaus gefallen dürfte.