Was gab es nicht schon alles für verrückte Filme, in denen Menschen z.B. durch Tomaten oder Rucksäcke, die lebendig waren, getötet wurden. Der Film geht auch in so eine Richtung. Tüten, die Menschen töten wollen. Hört sich nach billigstem Amateur Trash an, aber ich wurde überrascht. Der Film ist technisch und darstellerisch deutlich über Amateurniveau. Dadurch ist gar nicht so trashig und schlecht, wie zuvor angenommen.
Die ersten fünf Minuten des Films gefallen mir irgendwie gar nicht, weil da sowas wie ein Witz erzählt wird, den man auf etwa fünf Minuten streckt. Auch die ganzen Witze mit den Anspielungen auf den Nachnamen des einen Darstellers (Peter Kotthaus), in denen es um Kot geht, sind auch nicht mein Humor. Dafür trifft aber der Rest bei mir ins Schwarze. Der Film bietet einige lustige Ideen. Ich wusste gar nicht, was man alles so für tolle Splatter Effekte mit Tüten machen kann. Die Menschen werden wie bei einem Zombieangriff in der ganzen Stadt gejagt. Sie werden ausgeweidet, ihnen werden Arme abgerissen und ins Gesicht gebissen. Das Ganze ist so ähnlich inszeniert, wie eine Zombieapokalypse. Die beiden Gruppen, eine die gegen Plastik und die andere, die gegen Gen-Mais ist, sorgen auch für witzige Wortduelle und Streitereien. Alle Darsteller spielen sehr gut, aber natürlich hier und da mal bisschen übertrieben, was auch zu dem Film passt, da er sich nicht ernst nimmt.
Fazit: Ein Film wie eine Überraschungstüte. Für mich ist genug Witz und Blut drin, um Spaß zu haben.