Review

Sara kauft eine Wohnung, muss aber der aktuelle Eigentümerin Lola Wohnrecht auf Lebenszeit einräumen, Lebendinventar sozusagen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kommen sich die unzufriedene Karrierefrau und die burschikose Lola näher.


Das ist kein übler Film, wenn man allerdings eher eine Komödie erwartet und stattdessen ein lupenreines Drama über Alter, Einsamkeit, schweren OPs und Tod zu sehen bekommt, und da wie ich sogar Rückschlüsse zum eigenen Leben ziehen kann, dann ist das nicht ganz das Wahre.

Aber sei's drum, die beiden Hauptdarstellerinnen sind wirklich großartig. Sie füllen ihre Rollen mit Leben und machen sie menschlich. Allerdings sind sie gleichzeitig abweisend, kühl oder so burschikos, dass es mir trotz gewisser Sympathien schwer fiel, mit ihnen mitzufühlen. Es hat fast eine Stunde gebraucht, bis die Emotionen bei mir ankamen, dann aber heftig. Hat mich leider ganz schön runtergezogen, trotz oder vielleicht gerade wegen des guten Schauspiels.

Lolas Lieblingssatz lautet "Das ist leider lustig!". Es wäre schön gewesen, wenn das auf den Film auch zuträfe, nur leider sind die immer wieder eingestreuten Gags leider einfach nicht lustig. Vor allem der von Carlos Areces gespielte Óscar ist vor allem anstrengend (vielleicht ja nur für mich). Entsprechend fehlt dem guten Dramateil der ausgleichende Humor, ansonsten wäre das ein toller Film über das Leben gewesen und darüber, das die Generationen voneinander lernen können und vor allem, dass wir füreinander da sein müssen.


Gutes, letztlich positives Drama, toll gespielt und mit sauberem Timing, aber der Komödienteil hat für mich nicht funktioniert. Dennoch sicher einen Blick wert.

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