... Revolution an: endlich sind Bezahlleistungen über die staatlichen Telefonanbieter buchbar und das macht den Weg frei für etwas Unerhörtes: Telefonsexhotlines. Die Brüder Frank (Minne Koole) und Ramon (Chris Peters) Stigter wittern das große Geschäft und wollen nach Möglichkeit ihre Palette an Angeboten erweitern. Während Frank ein innovativer, aber kaum kontrollierbarer Verkäufertyp ist, widmet sich Ramon hauptsächlich der technischen Seite und möchte auch die seriösen Möglichkeiten für später vorbereiten.
Folglich suchen sie händeringend nach "Stimmen", die auf den Tonbändern den Anrufern heiße Stories erzählen und auch kein Problem damit haben, vor dem Mikrofon zu "kommen". An diesem Punkt kommt die 17jährige Marly Solomon (Joy Delima) dazu, die schon mit ihrem Studium der Sexualwissenschaften ihre steifen Eltern brüskiert und die schließlich daheim rausgeworfen zu werden. Weil auch in einer Dreier-WG junger Frauen Geld auf den Tisch muss, nimmt Mary notgedrungen auch so einen Job an, muss sich aber erst in der alkoholgeschwängerten und drogenreichen Umgebung der Stigters zurechtfinden.
Was ihr - mangels sexueller Erfahrungen - an Stimme fehlt, kann Marly aber bald durch Einfallsreichtum bei der inhaltlichen Wahl der Themen und beim Geschichtenentwerfen ausgleichen. Und während um sie herum das alte Amsterdam sich zögerlich in ein Neues wandelt, während der Pop der 80er gegen den House/Techno-Trend langsam den Kürzeren zieht, explodiert das Geschäft der Stigters geradezu. Dabei haben beide selbst im Privatleben gewisse Geheimnisse, die irgendwann an die Oberfläche schwappen...