Review

Intro:

Da ich schon mit Hongkong Filmen und Eastern nicht viel anfangen kann, ging ich mit einer gewissen Skepsis an Ong Bak ran. Ich bin positiv überrascht worden, dass der Film so gut und hart ist, das hätte ich nicht gedacht. Das Herstellungland ist Thailand und man hat sich dort einiges angespart um so einen Muay Thai Klopper zu drehen. Lange ist es her, dass man so einen Film sogar im Kino begutachten durfte. Auch die Einspielergebnisse konnten sich sehen lassen, deshalb bekommt man jetzt im Kino auch den neuesten Film mit Tony Jaa zu sehen " Revenge of the Warrior ".

Inhalt:

Der Kopf der Buddha-Statue Ong Bak ist von Dieben aus dem Tempel einer kleinen Dorfgemeinde gestohlen wurden. Nun haben die Dorfbewohner Angst um ihre Zukunft, da ihnen das Heiligtum viele glückliche Tage beschert hat. Der junge Muay Thai Kämpfer Ting soll den Kopf zurückbringen und macht sich auf nach Bangkok. Mit Hilfe eines Gaunerpärchens versucht er nun den Ong Bak zurückzuholen, den ein einflussreicher Gangster im Besitz hat. Doch er muss erst mal dessen Armee verprügeln.

Allgemein:

Die Story erinnert schon sehr stark an die 70er Jahre und vor allem an diverse Eastern. Und natürlich ist sie nur der kleine Aufhänger für die brillanten und knallharten Prügeleien. Viele bemängeln hier die dünne Story, aber um die ging es den thailändischen Filmemachern doch gar nicht und wer hier eine solide und wendungsreiche Story erwartet oder haben will, der sollte sich Ong Bak erst gar nicht erst zu Gemüte führen.

Es geht rein um die Action und die hat es in sich. Der Film beginnt recht ruhig mit einem seltsamen Dorfritual, bei dem sich Ting gleich hervorhebt. Bis es zu den Fights kommt muss man sich erst ein bisschen gedulden, es werden noch diverse Figuren eingeführt, das Gaunerpärchen, Don der Gangster und ein seltsamer Gangsterboss im Rollstuhl mit Kehlkopfkrebs. Und dann geht es zur Sache und zwar richtig. Ting poliert seinen Gegnern hier in Dutzenden ultrahart die Kauleisten, muss aber selber zum Teil sehr hart einstecken. Das Ganze soll ohne Drahtseile und CGI gedreht worden sein, was ich nicht ganz glauben kann, weil Tony Jaa müsste schon ein echter Profi sein um so etwas zu bewerstelligen. Vor allem seine Artistischen Nummern sind was fürs Auge. Leider stört dort manchmal das Stilmittel, eine Einstellung dreimal, immer aus verschiedenen Kameraperspektiven zu wiederholen. Dazu gibt es noch diverse Verfolgungsjagden zu Fuß und mit motorisierten Dreirädern. Actionmäßig kann dieser Film locker mit den USA Actionern mithalten.

Kulisse, Sound:

Bangkok mit seinen engen Gassen, Märkten und schäbigen Clubs gibt eine gute Kulisse ab. Man nutzt wirklich die ganze Stadt als Schauplatz aus und zeigt vor allem wie gefährlich sie sein kann. Jedoch sind die Bilder immer prächtig und sehr realistisch. Man sieht, dass hier an Orginalschauplätzen gedreht wurde.
Sogar beim Score hat man sich Mühe gegeben und etwas eigenes komponiert. Man hat für jede Situation die passende Musik parat und die thailänsichen Sounds sind wirklich toll und man schafft es hier gut einen eigenen Stil zu entwickeln.

Schauspieler:

Richtige Schauspieltalente hat Tony Jaa natürlich nicht, aber den Muay Thai Warrior nimmt man ihm ohne Probleme ab und er ist ein absolut würdiger Nachfolger für Bruce Lee und Co. Zumindest macht er in den Fights eine ungeheuer gute Figur. Die restlichen Darsteller sind guter Durchschnitt. Natürlich kommt auch Ong Bak nicht drum herum und bietet viele Klischeefiguren.

Fazit

Minimalstory, aufgepeppt mit viel und harter Action. Die Choreographien sind einfach klasse. Schicke Kulisse mit passenden Sounds und guten Darstellern. Für Actionfans ein Fest und der Rest sollte auch mal den Griff zur DVD wagen. Nach Ong Bak bin ich wirklich auf " Revenge of the Warrior " gespannt.

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