Review

The Ring(-a-Dinga-Ding-Dong-Song)


„Chose or Die“ erinnert an eine Mischung aus „The Ring“, „Truth or Dare“ und „FearDotCom“ - eine ziemlich schwer genießbarer Cocktail aus der modernen Horrorabstellhalde. Hier geht’s um ein tödliches Videospiel zwischen Retro und Magie, das scheinbar die Realität blutig und böse beeinflussen kann…

Ich muss nicht in jeder Rezension erwähnen, dass Netflix mittlerweile bei einer ziemlich ungesunden Balance aus Quantität und Qualität angekommen ist. Aber sowas wie „Choose or Die“ lässt diesen Gedanken und Ärger einfach aufblühen wie Turbodünger. Eine Cyberhorrorgurke zwischen Fulci, Future und Filmfurz. Gefährlicher Code, tödliche Retrogames, mysteriöses Click-and-Die-Adventure, Multiple Choice aus der Hölle. Bandersnatch ohne Interaktion. Man weiß nicht, woher und warum die Bedrohung kommt. Die Enden der Menschen sind zum Teil absolut lächerlich („Fast Forward“). Über die Figuren weiß man genauso wenig wie über den „Killercode“. Ausschussware in Reinform. Belanglos, bitter, blöd. Null Grusel, null Spannung, null Schocks. Schrott Pilgrim vs. The Retrogamingworld. Hässlich, hohl, handlungsarm. Traumgleich aber nie traumhaft. Einsteigerhorror ohne Elan. Errormeldung. Manch eine Farbgestaltung und Beleuchtung ist nett. Der Score hat ein paar feine Brummeinlagen. Und man hört Robert Englund. Immerhin. Plus: Eddie „Fuck The 80s?!?“ Marsan geht immer. 

Fazit: Computer Build Spiele - „Chose or Die“ ist im besten Fall noch eine dahingerotzte „Black Mirror“-Folge. Im realistischeren Fall aber sogar noch weniger, ein knöchriger Beginner-Tech-Grusler ohne Mythos, ohne Charme, ohne Grund und ohne Spannung. Nahe der untersten Netflixschublade.

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